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12.02.2013, 16:59 Uhr | 0 |

Markttrends Forschung: Einzellige Goldesel aus dem Labor

Gelöstes Gold aus Abwasser gewinnen? Nicht unmöglich, denn Forscher haben ein neues Bakterium entdeckt, das Goldionen zu Klümpchen (Foto) formen kann. Das berichtet Laborwelt.de.

Vielleicht löst die Biotechnologie bald einen neuen Goldrausch aus. Forscher aus Kanada haben nun auf der Oberfläche von Goldnuggets eine besondere Bakterienart entdeckt. Gold ist eigentlich giftig, doch die Überlebenskünstler mit dem Namen Delftia acidovarans besitzen einen Mechanismus, um die schädlichen Goldionen zu entsorgen. Wie die Forscher im Fachmagazin Nature Chemical Biology berichten, kann ein bestimmtes Protein, das Delfibactin A, entgiftend wirken. Bei dem Prozess entstehen ungeladene – und somit nicht mehr giftige – Klümpchen aus Gold, die die Bakterienart außerhalb der Bakterienzellwand ablagert. Ein ähnlich robustes Bakterium ist Cupriavidus metallidurans. Im Unterschied zu Delftia speichert Cupriavidus die kleinen Goldnuggets aber innerhalb der Zelle.
Für einen neuen Rausch sind die Goldkieselchen wohl nicht groß genug. Trotzdem werden die Forschungsarbeiten Auswirkungen haben. Erste Wissenschaftler äußerten bereits Visionen, mit den Bakterien Gold aus dem Gesteinsuntergrund herauszulösen. Realistischer erscheint da der Versuch, die Bakterien oder auch die isolierten Proteine für die Behandlung von Abwasser aus Goldminen oder goldverarbeitenden Betrieben einzusetzen. (sta)

Von Stefan Asche | Präsentiert von VDI Logo
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