13.06.2013, 08:46 Uhr | 0 |

Geld für smarte Energielösungen E.ON startet neue Venture-Capital-Aktivitäten

Im Rahmen der verstärkten Ausrichtung auf dezentrale und smarte Energielösungen setzt E.ON auch auf strategische Co-Investitionen mit jungen Unternehmen, die vielversprechende Zukunftstechnologien entwickeln und anbieten.

System zur Abwärmenutzung
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Eon investiert in smarte Energielösungen – etwa in das „ePack“, ein kompaktes System zur Abwärmenutzung aus den Hause der Orcan Energy GmbH.

Foto: Orcan Energy

Dazu hat das Düsseldorfer Energieunternehmen jetzt neue Venture Capital-Aktivitäten begonnen und bereits erste Investitionen getätigt.

So ist E.ON bei der Orcan Energy GmbH, München, einem der Technologieführer für Abwärme-Recycling, als Investor eingestiegen. Abwärme aus industriellen und gewerblichen Prozessen hat erhebliches, bislang weitgehend ungenutztes Potenzial zur Effizienzsteigerung bei dezentralen Energielösungen. Das aus einer Abspaltung von der TU München entstandene Unternehmen bietet auf der Basis bereits bewährter Technologien entwickelte Module zur Verstromung von Abwärme aus verschiedenen Quellen an. Der modulare Aufbau der Orcan-Produkte und eine neuartige Kostenstruktur haben das Potential, den Markt für die Nutzung von Abwärme zu revolutionieren. E.ON sieht in dieser Kooperation große Chancen, sein breites Angebot an Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu ergänzen, neue Lösungen für Industriekunden anzubieten und die Leistung von Biogasanlagen zu erhöhen.

Einen immer größeren Anteil an der dezentralen Erzeugung gewinnen Brennstoffzellen, insbesondere auf dem US-amerikanischen und japanischen Markt. E.ON engagiert sich daher jetzt bei Bloom Energy, Sunnyvale, Kalifornien. Das Unternehmen produziert Hochtemperatur-Brennstoffzellen zur stationären Stromerzeugung mit hoher Zuverlässigkeit und Effizienz, die bereits auf dem Markt verfügbar und bei vielen führenden amerikanischen Firmen im Einsatz sind.

Darüber hinaus ist E.ON als beschränkt haftender Teilhaber bei The Westly Group, einer US-amerikanischen Investmentkapitalgesellschaft, eingestiegen. Das Unternehmen legt seinen Schwerpunkt auf Anbieter besonders umweltfreundlicher Technologien, wie z.B. Elektromobilität, Erneuerbare Energien, intelligente Netze und die Energieeffizienz von Gebäuden. The Westly Group analysiert jährlich rund 800 Start-up-Firmen und hilft jungen Unternehmen wie Tesla Motors beim Aufbau ihrer Geschäftsaktivitäten. Durch die Partnerschaft bekommt E.ON Zugang zu innovativen Technologien, während The Westly Group wichtige Kenntnisse über den europäischen Markt gewinnt.

„Im Rahmen unserer neu aufgelegten Venture Capital-Aktivitäten investieren wir gezielt in Unternehmen mit Produkten oder Geschäftsmodellen, die unser Angebots- und -Leistungsportfolio verbessern und erweitern können. Gleichzeitig helfen wir unseren neuen Partnerunternehmen, unsere Markterfordernisse zu verstehen und ermöglichen ihnen den Zugang zu unserer Infrastruktur und unseren Märkten. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt dabei auf Geschäftsmodellen für dezentrale und Erneuerbare Energien sowie intelligente Netze“, erklärt dazu Urban Keussen, Senior Vice President Technology & Innovation bei E.ON.

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Von Stefan Asche
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