29.07.2013, 13:42 Uhr | 0 |

273 Mio. Euro in 67 Eigenkapitalbeteiligungen Deutsche Start-ups überholen London beim Wagniskapital

Deutschland war im zweiten Quartal 2013 der Liebling des Wagniskapitals in Europa. Nach Daten von Dow Jones VentureSource zogen deutsche Start-ups zwischen April und Juni ein Fünftel des investierten Wagniskapitals an. Insgesamt wurden 273 Mio. Euro in 67 Eigenkapitalbeteiligungen deutscher Start-ups investiert.

Das sind satte 73% mehr als im Vorjahr und 37% mehr als im bereits sehr guten ersten Quartal des Jahres. Das meldet das Wall Street Journal.

Das deutlich gewachsene Interesse der Geldgeber an deutschen Start-ups geht zu Lasten britischer Firmen. Das Vereinigte Königreich, bisher wichtigster Standort für Wagniskapitalgeber in Europa, fiel im zweiten Quartal hinter Deutschland zurück. Zwar stieg die Zahl der Beteiligungen um 13%, allerdings wurden in diese nur noch 211 Mio. Euro investiert – 44% weniger als im Vorjahr. Damit fließt nur noch 16% des Wagniskapitals in Europa auf die Insel – der niedrigste Wert seit dem zweiten Quartal 2009.

Auf dem dritten Platz landete Frankreich mit 204 Mio. Euro Investitionen – 15% von Europas Gesamtsumme. Auch dies bedeutet ein Minus von 16%. Den vierten Platz sicherte sich Russland mit Investitionen in Höhe von 120 Mio. Euro. Der Großteil floss hier allerdings in einen Deal: Das Moskauer Start-up KupiShoes, das wie das deutsche Zalando ein Klon des US-Online-Schuhhändler Zappos ist, zog allein 100 Mio. Euro an. An der mit Abstand größten Einzelfinanzierung Europas im zweiten Quartal beteiligte sich auch der deutsche Wagniskapitalgeber Tengelmann Ventures.

Insgesamt zogen europäische Start-ups im zweiten Quartal 1,3 Mrd. Euro an Investitionen an – ein Minus von 5% im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings verteilt sich die Summe auf mehr Unternehmen als im Vorjahr. 354 Firmen sicherten sich frisches Wagniskapital, 7% mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal fällt Europas Bilanz positiv aus; Europäische Start-ups bekamen 24% mehr Kapital gewinnen, die Anzahl der Deals stieg um 16%.

Aktivster Einzelinvestor für europäische Start-ups war der deutsche Hightech-Gründerfonds. Er zeichnete allein im 2. Quartal für 13 Finanzierungsrunden verantwortlich.

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Von sta | Präsentiert von VDI Logo
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