15.06.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierung Deutsche Börse startet „Venture Network“

Die Deutsche Börse hat eine Online-Plattform für junge Wachstumsfirmen eröffnet und erhofft sich dadurch mehr Börsengänge. Im „Venture Network“ sollen Start-ups und Geldgeber zusammengebracht werden. Die Plattform sei wichtig, damit Investoren aufstrebende Firmen besser identifizieren können, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

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Der Startschuss für das Deutsche Börse Venture Network ist gefallen. Auf der Plattform sollen sich junge Unternehmen potenziellen Investoren vorstellen können.

Foto: BMWi/Susanne Eriksson

„Derzeit gibt es ein großes klaffendes Loch bei der Wachstumsfinanzierung“, betonte auch Deutsche-Börse-Vize-Chef Andreas Preuß. Wenn diese Lücke geschlossen werde, könne das auch zu einer steigenden Zahl von Börsengängen und einer Belebung des Handels beitragen. Zum Start der Plattform, die für Nutzer kostenlos ist, haben sich 27 Start-ups und 42 Investoren registriert. Darunter sind der Limousinen-Vermittler Blacklane, an dem Daimler beteiligt ist, die Rocket-Internet-Tochter Home24, die Online-Brillenfirma MisterSpex und der Online-Kreditanbieter Kreditech. Zu den Investoren gehören Accel Partners, Earlybird und der halbstaatliche Hightech-Gründerfonds (HTGF).

Die Plattform richtet sich an europäische Firmen, die bereits erste unternehmerische Erfolge aufweisen und Kapital für weiteres Wachstum benötigen. Kriterien für die Aufnahme sind unter anderem Umsatzwachstum, Firmenwert und Profitabilität.

Das Wirtschaftsministerium hatte anfangs ein eigenes Börsensegment ("Markt 2.0") gefordert - und hat diese Hoffnung offenbar noch nicht aufgegeben. Es seien diverse Arbeitsgruppen zum Thema Wachstumsfinanzierung eingerichtet worden, so Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig. Ende des Monat werde man mit ihnen die Debatte über eine neues Marktsegment weiter fortsetzen. Die Deutsche Börse ist jedoch weiter der Ansicht, dass der Mangel an Risikokapital durch ein neues Börsensegment nicht behoben würde. „Segmente hat die Deutsche Börse in ausreichender Zahl“, sagte Preuß. rtr

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