15.04.2013, 15:39 Uhr | 0 |

Standort Das Valley lacht über Berliner Start-up-Hype

Ist Berlin das nächste Silicon Valley? Das Technologie-Blog TechCrunch hat da so seine Zweifel. Dort hat man sich mit dem Hype um die deutsche Hauptstadt beschäftigt und stellt fest: Es fehlen konkrete Ergebnisse in Form von Exits oder Börsengängen. Das meldet das Medienportal meedia.de.

Die letzten bekannten Deals aus der Berliner Startup-Szene seien alle abgeschlossen worden, ohne dass über ihre Höhe etwas bekannt geworden sei, betont TechCrunch. Das gelte sowohl für den Verkauf von Aupeo an Panasonic Automotive, als auch für den Kauf von TunedIn durch Axel Springer. Im Gegensatz dazu gäbe es aus London zählbares zu vermelden: 30 Mio. Dollar für Summy durch Yahoo, ein 100 Mio. Exit bei Mendeley. Und: Cisco habe für Ubiquisys sogar 310 Mio. Dollar ausgegeben. Doch Verkauf ist nicht alles. Einige Unternehmen versuchen, dauerhaft selbst zu bestehen, weiß auch TechCrunch-Autor Mike Butcher. In der Berliner Szene gelte dies offenbar für Soundcloud und Wooga. Doch bei beiden stünden die Zeichen nicht auf Börsengang. Die Aktivitäten der Samwer-Brüder (u.a. Zalando), lässt der TechCrunch-Autor nicht gelten. Hier würden „Wellen von MBAs in die Schlacht geschickt, um das jüngste Ding aus dem Valley für einen schnellen Exit zu klonen.“ Klar könne man auch E-Commerce-Deals einbeziehen, in denen ein US-Unternehmen eine deutsche Konkurrenz kauft, allerdings würde nach strengen Kriterien zwischen Technologie- und E-Commerce-Unternehmen unterschieden und gerade bei ersteren stünde Berlin schlechter da, als der Hype es wirken lässt. Weder ein großer Exit, noch ein großer Börsengang sind in Berlin laut TechCrunch derzeit in Sicht. Bis dahin sei die Stadt eher gehypt.

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Von Stefan Asche
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