25.09.2013, 12:57 Uhr | 0 |

Business Angels des Jahres 2013 Christian Schultz hat eine Goldene Nase

Christian Schultz aus Mecklenburg-Vorpommern hat vom Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) die „Goldene Nase“ verliehen bekommen. Damit ist der Neubrandenburger amtierender „Business Angel des Jahres“.  

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Zahnarzt mit Goldener Nase: Christian Schultz aus Mecklenburg-Vorpommern ist der Business Angel des Jahres 2013.

Foto: BAND

In einer BAND-Pressemitteilung heißt es: „Dieser Mann muss sich den Tag länger als 24 Stunden zaubern können. Er übt einen Beruf als Kieferorthopäde aus, schreibt Fachbücher, hält mehrere Patente und hat auch noch Zeit, als Business Angel seine Flügel über Start-ups auszubreiten.“

Schultz erhielt den (undotierten) Preis auf Vorschlag von drei Start-ups: itravel individual travel gmbh, Köln, EN3 GmbH, Rostock und UPcload GmbH, Berlin. 

Business Angels sind private Investoren, die junge Unternehmen finanzieren und ihnen gleichzeitig mit Know-how und Kontakten helfen, im Markt zu bestehen. Die „Goldene Nase“ wird seit 2001 einmal jährlich von BAND, dem Verband der Business Angels und ihrer Netzwerke, verliehen. Die Ehrung heißt so, weil der Business Angel bei der Auswahl ein gutes Näschen für das richtige Unternehmen braucht und weil beide Seiten sich unbedingt „riechen“ können müssen. Krisensituationen, die bei jungen Unternehmen immer auftreten, können sonst nicht überstanden werden. Preisträger der „Goldenen Nase“ kann nur werden, wer von einem Unternehmen, in das er als Business Angel investiert hat, vorgeschlagen worden ist.

Neben Schultz gehört zu den Finalisten für die Ehrung 2013 der Business Angel Günter Wiskot, Marxzell bei Karlsruhe, Mitglied des Cyber Forums Karlsruhe, Inhaber mehrerer Softwarefirmen und zugleich bekannt als Indienspezialist.

Dr. Christian Schultz, der neue Preisträger, gebürtig in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) investiert seit 1998 in junge Technologieunternehmen. Schon als Bafög-Student war Schultz zum Zwecke der Studienfinanzierung unternehmerisch tätig. Gemeinsam mit Freunden hat er damals auch den ersten Börsenverein an einer ostdeutschen Hochschule und den Bundesverband der Deutschen Hochschulbörsenvereine gegründet.

Wahrscheinlich ist Schultz der einzige Kieferorthopäde in Deutschland, der sich für Gründer engagiert. Zurzeit hält er sechs Beteiligungen. Doch damit nicht genug: Seit 2001 in eigener Niederlassung in Neubrandenburg tätig, ist er in der aktuellen TOP-Focus-Zahnärzteliste im Bereich Kieferorthopädie einer von nur zwei Zahnärzten aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Neben der Tätigkeit in seiner großen und stark frequentierten Praxis hat er mehrere Fachbücher im Bereich der Kieferorthopädie verfasst. Auch ist er Mitinhaber von Patenten im Bereich Medizintechnik, Nanotechnologie, Plasmaphysik und Pharmazie. „Mich haben Wirtschaft und Wissenschaft in einem fließenden Übergang immer interessiert“ erklärt Schultz seine ungewöhnliche Bandbreite.

Das erste vorschlagende Unternehmen itravel individual travel gmbh aus Köln ist als Online-Direktveranstalter im Reisemarkt positioniert, der seine Angebote unmittelbar an Konsumenten über Web, Social Media und Mobile Apps vertreibt. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden bei der Umsetzung individuell gewünschter Reiseerlebnisse und unterscheidet sich so im Geschäftsmodell von den auf reinen Preisvergleich ausgerichteten Online-Reiseagenturen.

Die EN3 GmbH, Rostock, hat als Unternehmenszweck die Verstromung von Abwärme mittels eigens entwickelter Rotationskolbenmaschinen für den Einsatz in kleinen Dampfkraftwerken. Diese werden vorrangig in der dezentralen Energieerzeugung zur CO2 neutralen Stromproduktion eingesetzt. Die Technologie ermöglicht es, Rest- und Abwärme, die aus unterschiedlichsten Wärmequellen stammen und häufig ungenutzt an die Umwelt abgegeben werden, in elektrischen Strom umzuwandeln.

Das dritte Unternehmen UPcload GmbH, Berlin, hat einen Online-Größenberater entwickelt, der Nutzern hilft, beim Kauf von Kleidung im Internet stets die passende Größe zu finden. Die Körpermaße werden mittels eines Algorithmus berechnet oder zentimetergenau per Webcam erfasst. So können Onlineshops ihre Retourquoten minimieren und ihre Conversion Rate steigern.

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