12.08.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierung Business Angels meiden Venture Network

Am 11. Juni startete das „Deutsche Börse Venture Network“ (DBVN), eine Art Schaufenster für Erfolg versprechende Jungunternehmen. Ziel ist es, die Firmen mit Investoren zusammenzuführen, um ihre Finanzierungssituation zu verbessern. Dem Eröffnungstag voraus gegangen war ein Tauziehen zwischen Politik und dem Betreiber des Netzwerks, der Deutschen Börse. So hatte u.a. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel den Frankfurtern nahegelegt, einen Neuen Markt 2.0 ins Leben zu rufen. Die Kapitalmarktprofis befürchteten allerdings, dass sich der Niedergang eines ganzen Börsensegments wiederholen könnte. Das DBVN ist also ein Kompromiss. Unter Business Angels findet er wenig Freunde.

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Im "Deutsche Börse Venture Network" können Investoren Einblick nehmen in die Strukturen junger Wachstumsunternehmen. Business Angels sind von dem Portal wenig angetan.

Foto: O. Nebrat/PantherMedia

Laut aktuellem Business Angels Panel, einer quartalsweisen Umfrage unter informellen Wagnisfinanzierern im deutschsprachigen Raum, glauben nur 13% der Geldgeber, dass das Schaufenster dem Geldmangel der Unternehmen entgegen wirken könne. Satte 68% sind gegenteiliger Meinung. Der Rest ist sich noch nicht sicher.

Selbst stellen sich die Finanzierer kaum vor das Schaufenster. Nur 3% der Befragten gaben an, in das DBVN zu schauen, um Beteiligungsmöglichkeiten zu finden.

Das Business Angels Panel wird durchgeführt von den Partnern VDI nachrichten, Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND), RWTH Aachen und der Universität Duisburg-Essen. An der 54. Auflage der Befragung nahmen 31 Business Angels teil.

http://www.ba-panel.de

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