05.08.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Wagnisfinanzierung Business Angels greifen Fintechs unter die Arme

Es kommt Bewegung in die Hitparade der Business Angels. Zwar investieren die informellen Wagnisfinanzierer auch weiterhin am liebsten in die Anbieter von Web-Services (Platz 1), Umwelttechniker (Platz 2) und Softwareschmieden (Platz 3), auf den hinteren Rängen tut sich aber einiges. Einen riesigen Satz nach vorne machten beispielsweise Finanzdienstleister. Mit Platz 9 schafften sie erstmals den Sprung in die Top 10.

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Noch herrscht meist Ruhe in Frankfurts Bankentürmen. Doch die Konkurrenz wächst überall in Deutschland heran: Fintechs. Das sind junge Unternehmen, die mit neuen Ideen die etablierten Banken ins Wanken bringen wollen. Business Angels befeuern die disruptiven Konzepte mit Wagniskapital.

Foto: PIA Stadt Frankfurt/Tanja Schäfer

Dahinter dürfte der Boom um die Fintechs stehen. Das sind Start-ups, die mit ihren Geschäftsmodellen den etablierten Banken das Wasser abgreifen wollen. Dazu zählen beispielsweise Mobile-Payment-Anbieter oder Crowdlending- und Crowdinvesting-Plattformen.

Das ist ein Ergebnis des jüngsten Business Angels Panels, einer quartalsweisen Umfrage unter informellen Wagnisfinanzierern im deutschsprachigen Raum. Durchgeführt wird sie von den Partnern VDI nachrichten, Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND), RWTH Aachen und der Universität Duisburg-Essen. An der 54. Auflage der Befragung nahmen 31 Business Angels teil.

Weitere Ergebnisse: Nur 29% der Finanzierer haben im 2. Quartal 2015 in ein Unternehmen investiert. So wenig waren es zuletzt vor gut zwei Jahren. Für die Zukunft aber besteht Hoffnung: Denn auf der Einnahmeseite der Gründerförderer passierte erfreuliches: Insgesamt trennten sich die Befragten von elf Beteiligungen. Das ist gemessen am langjährigen Mittel schon recht gut. Sehr gut ist, dass nur ein einziger „Exit“ in Form eines Exitus ablief. Es musste also nur ein einziges Unternehmen liquidiert werden.

Das spiegelt sich auf der Habenseite wieder. Die Befragten gaben an, aktuell erst 60% ihrer für Beteiligungsfinanzierungen vorgesehenen Mittel ausgegeben zu haben. 40% warten also noch auf spannende Gründungskonzepte. Vor einem Jahr waren es nur 34%.

Auf Millionensummen aus der Hand eines himmlischen Helfers darf aber kaum ein Gründer hoffen. Laut Panel investierte jeder Business Angel gut 60.000 Euro im 2. Quartal.

Weitere Ergebnisse des Panels stehen in der Ausgabe 33/34 der VDI nachrichten. Sie erscheint am 14. August. Hintergründe zum Panel und die Ergebnisse der Vorjahre stehen im Internet.

http://www.ba-panel.de

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Von sta | Präsentiert von VDI Logo
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