27.11.2013, 14:50 Uhr | 0 |

Innovationsoffensive Bilfinger investiert in Hightech-Gründer

Der Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger setzt auf  technologieorientierte Start-ups: In den vergangenen zwölf Monaten hat das Unternehmen insgesamt 7 Mio. € in drei innovative Gesellschaften investiert, die künftig einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kerngeschäfts von Bilfinger leisten sollen.

Roland Koch
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Bilfinger-Chef Roland Koch sucht bei Start-ups nach "ergänzende Impulsen für das operative Konzerngeschäft".

Foto: Bilfinger

„Alle Investments sind auf eine langfristige Partnerschaft ausgerichtet. Vom Beginn der Wachstumsphase bis zum Markterfolg werden die Start-ups umfassend begleitet. Ziel ist es, maßgeblich zur positiven Entwicklung der jungen Gesellschaften beizutragen und damit ergänzende Impulse für das operative Geschäft von Bilfinger zu geben“, betont Roland Koch, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger.

So wird die in Berlin ansässige Yetu eine offene, über Internet und Apps ansteuerbare Smart-Home-Plattform entwickeln. Damit kann in Immobilien die Aktivität einzelner elektrischer Geräte erfasst und der Verbrauch gemessen werden, ohne dazu zusätzliche Sensoren installieren zu müssen. Die Erfassung der Daten basiert allein auf den in speziellen Stromzählern erfassten Werten. Über seine Smart-Home-Plattform will Yetu, Endverbrauchern in Zukunft darüber hinaus Dienste in den Bereichen Unterhaltung, Sicherheit und Betreuung anzubieten.

Corrmoran, ein junges Augsburger Unternehmen, hat eine Messtechnik entwickelt, mit deren Hilfe sich die Ursachen für die Korrosion im Innern von Verbrennungskesseln analysieren lassen, etwa in Müllverbrennungsanlagen oder in Kohle- und Biomassekraftwerken. Bilfinger wird als operativer Partner von Corrmoran die neue Technik seinen Kunden aus der Energiebranche anbieten.

Durch die Beteiligung an Sunfire in Dresden will sich Bilfinger eine Vorreiterrolle bei der Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser mithilfe erneuerbarer Energie in Kraftstoffe (Power to Liquids) oder in Gas (Power to Gas) verschaffen. Kernelement dieser Technologie ist die  Hochtemperatur-Elektrolyse. Durch das Power to Liquids Verfahren kann grüner Brennstoff für Kraftfahrzeuge oder Flugzeuge hergestellt werden, die Power to Gas Technik bietet neben dem direkten Verbrauch die Möglichkeit, elektrische Energie zu speichern.

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Von ps
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