18.05.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Ideen frühzeitig binden Bayer startet Inkubator

Mit dem „Colaborator“ eröffnet der Chemie- und Pharmakonzern Bayer einen Inkubator für junge Unternehmen aus dem Life-Sciences-Bereich. Der unmittelbar auf dem Firmengelände in Berlin angesiedelte Inkubator soll den Start-ups geeignete Labor- und Büroinfrastruktur anbieten, um die eigenen Ideen rasch in der Praxis zu erproben. Das meldet „Transkript“, ein Nachrichtenmagazin für die Biotech-Branche.

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Der "Colaborator" soll Start-ups Labor- und Büroinfrastruktur anbieten, damit Ideen rasch in der Praxis erprobt werden können.

Foto: Bayer Crop Science

Die ersten drei Mieter sind in das 800 qm große Gebäude bereits eingezogen. Insgesamt ist Platz für bis zu neun Firmen. Neben der Chemiefirma Dexlechem GmbH gehören mit der Calico GmbH und der Provitro AG auch zwei Biotech-Unternehmen zu den neuen Mietern.

„Mit dem Colaborator fördern wir den wissenschaftlichen Austausch und schaffen ein stimulierendes Umfeld für Forschung und Innovation“, sagt Andreas Busch, Mitglied des Bayer Healthcare Executive Committee und Leiter Global Drug Discovery. Ziel sei es, den Unternehmern die Möglichkeit zu geben, ihre Konzepte in etablierten Strukturen zu entwickeln. Insgesamt wurde ein niedriger einstelliger Millionenbetrag in den Inkubator investiert, heißt es von Seiten Bayers. Der Konzern versucht so, Unternehmer mit Erfolg versprechenden . Getreu dem Motto „Alles kann, nichts muss“, ist die Kooperation dabei zunächst nur sehr locker angelegt: Gegen Gebühr können die Colaborator-Mieter die benachbarten Forschungseinrichtungen mitnutzen. Zudem stehen den jungen Firmen auf Wunsch einige Bayer-Mitarbeiter beratend zur Seite. Einen bevorzugten Zugriff auf das geistige Eigentum oder besondere Lizenzierungsrechte erhält der Konzern hingegen nicht.

Dexlechem, eine Ausgründung aus der TU Berlin stellt komplexe chemische Wirkstoffe in Wasser und anderen umweltfreundlichen Lösungsmitteln her. Das neue Verfahren ist deutlich preiswerter als die Nutzung bisher üblicher organischer Lösungsmittel.

Provitro bietet molekularpathologische Dienstleistungen für die präklinische und klinische Forschung an, unterhält auch eine eigene Gewebebank. Calico forscht an Methoden zur Herstellung rekombinanter monoklonaler Antikörper.

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