27.05.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Studie Ausländer stabilisieren Gründungsgeschehen in Deutschland

Das gewerbliche Gründungsgeschehen in Deutschland wird nach wie vor stark durch ausländische Existenzgründer beeinflusst: Seit 2003 steigt ihre Anzahl stetig bzw. verharrt auf hohem Niveau, während die Anzahl der deutschen Gründer seit 2004 sinkt. Infolgedessen ist der Ausländeranteil kontinuierlich gestiegen. Im vergangenen Jahr lag er bei 42,7 % aller gewerblichen Gründungen – und war damit mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2005 (18,8 %).

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Ausländer, die noch nicht die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit genießen, gründen tendenziell eher als Bürger aus langjährigen EU-Mitgliedsstaaten.

Foto: TU Chemnitz

Nach Untersuchungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn sind die Gründe für die Ausweitung der Gründungsaktivitäten von Ausländern vor allem in der zunächst fehlenden Arbeitnehmerfreizügigkeit zu finden, die jeweils zeitweise für Bürger der neuen EU-Beitrittsländer galt.

Die bevorzugten Branchen: Im vergangenen Jahr erfolgten etwa drei Viertel aller gewerblichen Betriebsgründungen von Ausländern in den drei Wirtschafts-zweigen Baugewerbe (45%), Handel (18,2%) und Gastgewerbe (10,2%).

„Auf mittlere Sicht ist zu erwarten, dass sich das Gründungsverhalten der Bürger der osteuropäischen EU-Beitrittsländer dem der übrigen Ausländer anpassen wird und deren Gründungsaktivitäten entsprechend deutlich zurückgehen werden“, resümiert Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn.

Eine ausführliche Hintergrundinformation ist auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung abrufbar.

http://www.IfM-bonn.org

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