18.06.2013, 12:00 Uhr | 0 |

Smartphone als Portemonnaie Apple arbeitet Gerüchten zufolge an Mobiler Bezahlung

Mit dem iPhone bezahlen und bezahlt werden. Um dies möglich zu machen hat Apple bereits Ende Januar einen Patentantrag für ein eigenes mobiles Bezahlverfahren gestellt und nun diverse neue Patente erhalten. Dabei scheinen die Kalifornier auch die NFC-Technologie ersetzen zu wollen. Zurzeit machen sie jedoch noch ein großes Geheimnis aus den Plänen um einen möglichen Einstig in den Markt. Das meldet „GFM nachrichten, das Branchenmagazin für Mobile“.

Dank iTunes und App-Store verfügt Apple bereits über die Informationen von 575 Millionen Kreditkarten, wie Tim Cooke auf der World Wide Developer Conference (WWDC) sagte. Der Einstieg ins Mobile Payment bietet sich hier also geradezu an. Nach Ansicht des CEO hat die Mobile Payment-Branche gerade erst den Startblock verlassen. Diese beiden Aussagen zusammen genommen lassen laut GFM nachrichten erneut die Gerüchteküche brodeln.

Der Patentantrag mit dem Titel „Method and system for managing credits via a mobile device“ (Methode und System zur Verwaltung von Guthaben durch ein mobiles Gerät), den Apple im Januar einreichte, stellt eine Payment-Lösung mit virtueller Währung vor. Im Zentrum steht eine digitale Brieftasche mit Guthaben, die über ein mobiles Gerät verwaltet und darin gespeichert werden. Dabei sind sowohl Pre- als auch Postpaid Zahlungen möglich.

Das Rechnungssystem ist direkt an die Kommunikation gekoppelt, so dass das Nutzerverhalten in Echtzeit beobachtet werden kann. Werbung, aber auch Bons und Gutscheine können dann per SMS versendet werden. Die Verwendung digital generierter Codes ist hierfür aber ebenfalls möglich. Durch diese kann auch im Einzelhandel eingekauft werden.

Auf die Details der Technologie geht das Patent aber nicht klar ein. Einige Beobachter vermuteten, dass Apple auf Near Field Communication (NFC) setzt, was insofern bemerkenswert wäre, da in bisherigen Apple-Produkten die Voraussetzungen dafür fehlen. Allerdings gibt der Patentantrag auch andere Möglichkeiten zur mobilen Zahlung an. Darüber hinaus wird in dem Schreiben erwähnt, dass die Kunden auf Rabatte während ihres Einkaufs zugreifen können. Wie genau das funktionieren soll, ist allerdings ebenfalls nicht ersichtlich.

Auf der WWDC, die am 10. Juni stattfand, wurde eine neue Funktion unter iOS 7 namens AirDrop vorgestellt. Das Besondere daran ist, dass es dazu gedacht ist, NFC zu ersetzen. Auch eines der jüngst gewährten Patente mit dem Titel „Simplified Wireless Data Transfers“ (Vereinfachte drahtlose Datenübertragung) bezieht sich auf AirDrop, ohne jedoch den Namen zu verwenden: „Die Datenübertragung kann mit einer anderen Peer-To-Peer-Verbindung als NFC stattfinden.“ Damit wird es wohl auch unwahrscheinlich, dass das nächste iPhone mit NFC-Technologie ausgestattet sein wird.

Letztlich ist laut GFM nachrichten noch immer nicht klar, ob der Technologiekonzern überhaupt in die Mobile Payment Branche einsteigen will. Gerüchte hierzu halten sich seit Jahren hartnäckig, haben sich aber nie konkretisiert. Mit Blick auf Apples zahlreiche Patentklagen könnte es sich hierbei auch nur um den Versuch handeln, einen rechtlichen Hebel gegen die Konkurrenz zu erlangen. Mit der exklusiven Verwendung von AirDrop wiederum könnte Apple den Anbietern von Payment-Lösungen einen eigenen Standard vorschreiben, auf den diese angesichts des Marktanteils von Apple eingehen müssen.

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Von sta
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