26.11.2013, 12:00 Uhr | 1 |

Abgeordnetenhaus macht Start-up das Leben schwer 9flats GmbH schließt Niederlassung in Berlin

Das Portal für Vermietung für kurzfristigen Wohnraum 9flats.com schließt seine Berliner Niederlassung zum Ende des Jahres. Das Angebot wird dann ausschließlich aus Hamburg betrieben. Betroffen sind ca. 25 Mitarbeiter. Damit reagiert das Unternehmen auf das am Donnerstag der Vorwoche vom Abgeordnetenhaus beschlossene Verbot von Ferienwohnungen in Berlin.

Mietvertrag
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Die eigenen Wohnung kurzfristig zu vermieten wird in Berlin künftig schwierig.

Foto: Wedopress

9flats ist das erste Unternehmen in Deutschland, das die kurzfristige Vermietung von Ferienwohnung in Städten populär gemacht hat. Mittlerweile konkurrieren deutlich besser finanzierte internationale Anbieter um die Kunden.

Roman Bach, Sprecher des Unternehmens: „Das Verbot in Berlin trifft uns hart. Für uns als deutsches Unternehmen ist Berlin der größte Markt. Wir haben viel Energie in die Unterstützung der Vermieter gesteckt. Dabei verdienen wir erst in Zukunft Geld. Wir können uns nicht leisten, einen Markt langfristig zu entwickeln, der vom Gesetzgeber so eingeschränkt wird. In anderen Städten wurde bei einer Regulierung gleichzeitig geklärt, was erlaubt ist. Meist ist die Vermietung der eigenen Wohnung erlaubt, oder bestimmte Bezirke sind von Verboten ausgenommen. In Berlin wurde pauschal alles verboten und somit die maximale Unsicherheit bei Vermietern erzeugt.“

Auch andere Städte gehen gegen die gewerbliche Vermietung vor, aber die Vermietung der eigenen Wohnung ist in Amsterdam, New York oder Hamburg beispielsweise ausdrücklich erlaubt. In London existieren keine Beschränkungen.

9flats macht einen deutlich zweistelligen Millionenumsatz an Buchungen und wuchs im letzten Jahr um 270%. Zukünftig wird der Fokus des Unternehmens nicht mehr Gewinnung neuer Vermieter und auf Wachstum liegen, sondern auf die Erzielung von Gewinnen mit dem existierenden Bestand.

http://9flats.com

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Von sta | Präsentiert von VDI Logo
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kommentare
27.11.2013, 19:47 Uhr hamburger
Tag,

Soweit Sie schreiben "Auch andere Städte gehen gegen die gewerbliche Vermietung vor, aber die Vermietung der eigenen Wohnung ist in Hamburg beispielsweise ausdrücklich erlaubt.", so ist dies nur die halbe Wahrheit.

Denn:
Erlaubt ist die gelegentliche Vermietung der selbstgenutzten Wohnung, wenn die "Zweckentfremdung" weniger als 50 % der "Gesamtwohnflaeche" ausmacht.

Die Beamten kommen durchaus zu Dritt und messen genau nach. Bei 51 % "gewerbliche Vermietung" drohen bis zu 50 000€ Geldstrafe sowie die Zwangsverwaltung der Wohnung durch die Stadt.

Alles nachzulesen auf www.hamburg-wohnung.info

Und wenn die Beamten Sie in Verdacht haben, so duerfen sie auch "unangemeldet und jederzeit" Ihre Wohnung betreten, die Schlafzimmerschraenke durchwuehlen usw, um heraus zu finden, ob Sie dort immer wohnen oder ob Sie Tourist sind.

Das Grundgesetz, naemlich die "Unverletzlichkeit der Wohnung" gilt zwar in Hamburg fuer Kriminelle, nicht aber fuer Vermieter oder Mieter, die mehr als 50 % der selbstgenutzten Wohnflaeche vermieten.

Das sollte im Artikel praezisiert sein.

Mir sind Ehepaare in Hamburg bekannt, die nicht zwei Wohnungen bewohnen duerfen, sondern von der Stadt gezwungen werden, zusammen zu wohnen.

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