25.02.2015, 16:08 Uhr | 0 |

Kickstarter-Rekord In 49 Minuten die erste Million für neue Smartwatch von Pebble

Der kalifornische Smartwatch-Hersteller Pebble bricht auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter mit seiner neuen Pebble Time derzeit alle Rekorde. Die erste Million stand nach 49 Minuten im Zähler. Die neue Uhr kann jetzt auch Farbe.

Das Pebble-Team in Palo Alto
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Nur 130 ein bisschen verrückte Mitarbeiter hat das Unternehmen Pebble in Palo Alto im Silicon Valley. Die Firma hat schon mehr als eine Million Uhren verkauft.

Foto: Pebble

Die neue Smartwatch von Pebble geht auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eher als Rakete durch. Schon nach einer Viertelstunde war das selbst gesetzte Finanzierungsziel von 500.000 US-Dollar erreicht. Nach 49 Minuten war die Millionengrenze geknackt. So rasant lief noch keine Kampagne auf Kickstarter. Auch der Rekord des Hamburger Start-ups Protonet ist damit nur noch eine Notiz. Nach nur einem Tag stand der Zähler am heutigen Mittwoch auf 8,7 Millionen US-Dollar. 40.995 Menschen hatten in dem Moment eine Smartwatch der Firma Pebble aus dem kalifornischen Paolo Alto vorbestellt. Und in diesem Moment werden es schon wieder einige mehr sein.

Pebble Time hat Display mit 64 Farben

Dabei dürfte die Smartwatch, die auf den wenig phantasievollen Namen „Pebble Time“ hört, keine Designpreise abräumen, auch wenn sie ein Fünftel dünner ist als das Vorläufermodell. Sie misst nur noch 9,5 Millimeter. Durch eine leicht gekrümmte Rückseite soll sie sich besser an das Handgelenk anfügen. Hauptargument für die Smartwatch ist die lange Akkulaufzeit von bis zu einer Woche.

Die neue smarte Uhr bringt Farbe in das Leben ihres Trägers. Sie verfügt über ein farbiges E-Ink-Display, so wie es von E-Book-Readern bekannt ist. Dieser bringt es allerdings nur auf 64 Farben. Abgedeckt ist das Display mit dem kratzfesten Gorilla Glass 3, der Rahmen der Uhr besteht aus Edelstahl.

Vier Knöpfe steuern die Funktionen der Uhr

Bedient wird die Smartwatch mit vier physikalischen Knöpfen auf den Seiten der Uhr. Einen Touchscreen hat Pebble nicht eingebaut. Dafür ist auch die Neue von Pebble wasserdicht. Der stolze Träger kann also auch im Schwimmbecken jedem zeigen, was er hat.

Neu ist: Die smarte Uhr verfügt im Inneren über ein Mikrofon. Damit kann der Uhrträger kurze Sprachnotizen aufnehmen oder mit Hilfe der Spracherkennung auch kurze Texte zum Beispiel als Antwort auf eine SMS oder E-Mail diktieren.

Die Timeline zeigt Relevantes aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Pebble hat seiner neuen Uhr ein neues Betriebssystem spendiert. Unter dem Namen „Timeline“ werden zukünftig sämtliche Informationen auf der Uhr chronologisch geordnet. Dabei zeigt ein Knopfdruck nach oben alle Inhalte aus der Vergangenheit an, die im Leben des Trägers von Bedeutung waren. Also Notizen oder Fußballergebnisse.

Dieser Logik folgend zeigt ein Knopfdruck nach unten die Informationen an, die in der Zukunft des Trägers liegen. Das sind zum Beispiel Termine oder Wettervorhersagen. Für die Anzeige dieser Informationen muss der Träger nicht extra eine App öffnen, er hat diese direkt auf dem Home-Bildschirm der Uhr.

Pebble ist kompatibel mit Android und iOS

Apropos App: Die Pebble Time ist mit allen bestehenden Pebble-Apps kompatibel, von denen es derzeit mehr als 6500 gibt. Die Firma arbeitet aktuell mit Weather Channel, ESPN, Jawbone, Evernote, Pandora und vielen anderen Unternehmen zusammen, um neue Apps für das neue Pebble-Betriebssystem zu entwickeln. Die neue Pebble-Smartwatch ist dabei sowohl mit Android und iOS-Geräten kompatibel.

Wer die Pebble Time auf der Kickstarter-Kampagne unterstützt, erhält die Uhr laut Pebble ab Mai 2015 zum Vorzugspreis von 159 US-Dollar. Zum regulären Marktstart, dessen genauer Termin noch nicht feststeht, soll die smarte Uhr dann 199 US-Dollar kosten.

Damit ist die Pebble Time nicht teurer als ihr Vorläufermodell. Von dieser hat die kleine Firma aus Palo Alto, wo auch Apple seinen Sitz hat, mit ihren gerade einmal 130 Mitarbeitern schon über eine Million Exemplare verkauft.

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Von Detlef Stoller
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