21.11.2013, 12:00 Uhr | 0 |

Nach 250 Mio. Dollar Finanzspritze Spotify nun über 4 Mrd. Dollar wert

Mit einer Kapitalspritze in Höhe von rund 250 Mio. Dollar klettert der Wert des auf Musik-Streaming spezialisierten schwedischen Unternehmens Spotify erstmals über die Marke von 4 Mrd. Dollar. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Das Geld stammt von der Silicon-Valley-Firma Technology Crossover Ventures.

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Die Spotify-Gründer Martin Lorentzon und Daniel Ek freuen sich über eine neue Finanzspritze.

Foto: Spotify

Spotify ist laut WSJ auf neue Liquidität dringend angewiesen, um den anhaltenden Expansionskurs finanzieren zu können. Auf den Märkten in Europa und in den USA ist das Unternehmen bereits präsent, doch auf einigen wichtigen Märkten, darunter Japan, sind die Schweden noch nicht vertreten.

Und der Konkurrenzkampf ist hart. So haben es die Skandinavier in Europa vor allem mit Deezer als Mitbewerber zu tun, dazu kommen noch große US-Konkurrenten wie Pandora Media und Apple.

Die Einnahmen von Spotify haben in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Allein 2012 gelang eine Verdopplung auf 434,7 Mio. Dollar. Doch gleichzeitig stiegen auch die Kosten für die Expansion und auch für teure Lizenzabkommen weiter. Vor einem Jahr waren die Schweden noch in 17 Ländern vertreten, mittlerweile sind es schon 32. Zu diesem Zweck gibt es weltweit Kooperationen mit insgesamt 25 Telekom-Unternehmen.

In einem Interview hatte der Spotify-Chef und Mitbegründer Daniel Ek erklärt, dem Unternehmen gelinge es verstärkt, Kunden, die den Service kostenlos getestet haben, als Bezahlkunden zu gewinnen.

Mit dem Einstieg von Technology Crossover Ventures gewinnt Spotify zudem einen Partner, der sich im Geschäft mit Lizenzen auskennt. Vor gut zwei Jahren war das US-Unternehmen mit 200 Mio. Dollar bei Netflix eingestiegen, zu einem Zeitpunkt, als die Nutzerzahlen stark zurückgingen. Doch seitdem hat sich der Netflix-Kurs mehr als vervierfacht.

Spotify befindet sich weiterhin in Privatbesitz. Doch nach Aussage von Ek könnte „irgendwann der Punkt kommen, an dem die Investoren ihr Geld wieder zurückhaben wollen“. Dann könnte auch ein Börsengang eine Möglichkeit darstellen.

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