04.03.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierungsrunde Seed Fonds II Aachen beteiligt sich an Silexica

Der Seed Fonds II für die Region Aachen GmbH & Co. KG (Seed Fonds II) beteiligt sich gemeinsam mit dem Co-Investor DSA Invest GmbH an der im August 2014 gegründeten Silexica Software Solutions GmbH. Das Unternehmen geht als Spin-off aus dem Institut für Kommunikationstechnologie und Embedded Systems (ICE) der RWTH Aachen hervor.

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Die Silexica-Mitgründer Maximilian Odendahl (CEO) und Weihua Sheng (CTO) wurden jüngst auf der Embedded World 2015 ausgezeichnet. Ihre SLX-Multicore Programmierungslösung gilt in den Augen der Jury als innovativstes Softwaretool des Jahres.

Foto: Silexica/Uwe Niklas

Dort forschte bereits seit 2006 eine Gruppe von Wissenschaftlern an Programmierungslösungen für eingebettete Systeme (Embedded Systems). Das Engagement der Investoren zielt nun darauf ab, die bereits bestehenden Lösungen zur Produktreife zu bringen und kommerziell verfügbar zu machen.

Embedded Systems sind heute überall in unserem Alltag zu finden: Diese speziellen Computersysteme ermöglichen Anwendungen wie Multimedia TVs, Tablets, Smartphones sowie Bordcomputer und Steuergeräte im Auto oder Flugzeug. Für die Weiterentwicklung und Erfüllung immer neuer Leistungsanforderungen an diese Geräte bedarf es jedoch entsprechender Programmierwerkzeuge für die Software-Entwicklung.

Die so genannte „parallele Programmierung“ für Multicore-Plattformen ist im Vergleich zu Desktop- oder PC-Systemen hochkomplex und bislang nur manuell zu bewerkstelligen – ein zeitaufwändiges und fehleranfälliges Vorgehen, das mit den Ideen und rasanten Entwicklungen der Industrie kaum mithalten kann. Zwischen Hardware-Architekturen und der Software-Entwicklung gibt es daher eine stetig wachsende Produktivitätslücke.

Die Silexica Software Solutions GmbH, gegründet von Maximilian Odendahl (CEO), Weihua Sheng (CTO) und Johannes Emigholz (CFO), hat den Bedarf an effektiven und automatisierten Programmierwerkzeugen zur Lösung dieser Anforderungen wahrgenommen und in jahrelanger Forschung neuartige und leistungsfähige Lösungen entwickelt.

„Die Produktivitätslücke können nur effiziente automatisierte Programmierwerkzeuge schließen, die aber bislang nicht am Markt vorhanden sind“, so Odendahl. „Nach mehr als 20 Mannjahren intensiver Forschung an der RWTH Aachen automatisieren unsere Produkte solche Prozesse, die bisher nur manuell ausgeführt werden konnten. Das führt zu kürzeren Entwicklungszyklen, verbesserter Qualität, einer erhöhten Produktivität und erheblichen Kostenersparnissen in den Entwicklungsabteilungen“, erklärt Maximilian Odendahl.

Zunächst sieht Silexica seinen Hauptkundenstamm im Bereich der Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Aufgrund der verschiedenen Softwareprodukte bieten sich aber auch andere Wachstumsmärkte wie z.B. Automotive, Avionics und Medizinelektronik an.

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