29.07.2013, 12:00 Uhr | 0 |

Paymey macht Schluss mit EC- und Kreditkarten im Portemonnaie Mobile-Payment-Anbieter sucht Geld in der Crowd

Das Jungunternehmen Paymey macht Schluss mit EC- und Kreditkarten im Portemonnaie. Seine App ermöglicht mobiles Bezahlen mit dem Smartphone und von Smartphone zu Smartphone. Um über die jetzige Beta-Phase hinaus die App marktreif im Oktober 2013 launchen zu können, möchte das Team von Paymey 100.000 Euro einsammeln. Ab dem 1. August können sich Privatpersonen bei der Crowdfunding-Plattform Seedmatch ab 250 Euro an dem Berliner Start-up beteiligen.

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An der Kasse lassen sich die von Paymey generierten Barcodes von den handelsüblichen Scannern einlesen. Die Zahlung wird dann von dem Berliner Start-up veranlasst.

Foto: Paymey

Das prominente amerikanische Pendant Clinkle konnte in jüngster Zeit 25 Mio. Euro von Investoren wie dem Pay-Pal-Gründer Peter Thiel oder der Venture-Capital-Gesellschaft Andreessen Horowitz einsammeln.

Paymey basiert auf einem intelligenten QR-Code und Barcode-System. Das Senden von Geld und die Nutzung von Paymey sind kostenlos. Geschäftskunden haben den Vorteil, dass Paymey mit geringem Aufwand eine Integration über eine API ermöglicht und im stationären Handel bestehende Kassensysteme weiterverwendet werden können. Die Transaktionsgebühren liegen im stationären Handel bei 1% des Transaktionsvolumens und im Online-Geschäft bei 1,2%. Damit ist Paymey für Geschäftskunden ungefähr nur halb so teuer wie eine Transaktion mit der Kreditkarte.

Möchte ein Nutzer von einem anderen Geld empfangen, so loggt er sich in die App ein, gibt den gewünschten Betrag ein und lässt sich einen QR-Code generieren, der nun auf dem Display angezeigt wird. Der Geld-Sender scannt nun mit der Smartphone-Kamera den QR-Code ab und bestätigt den angeforderten Betrag, sofern dieser korrekt ist. Die Bestätigung wird nun via Internet an den Paymey -Server übertragen. Das Backend entschlüsselt die im QR-Code gespeicherte Zahlungsanweisung, ordnet sie den richtigen Transaktionspartnern zu und führt die Transaktion aus.

Wird Paymey als Bezahloption im Onlineshop ausgewählt, so wird ein QR-Code generiert und dem Paymey-Nutzer auf seinem Endgerät (Laptop, Tablet) angezeigt. Sobald der Nutzer über die Paymey-App den QR-Code eingelesen und die Transaktion bestätigt hat, wird dieser über die Internetverbindung des App-Nutzers an das Paymey-Backend zur Verarbeitung gesandt. Nach Decodierung der Daten und Auslösung der Transaktion wird eine entsprechende Transaktionsbestätigung an die Paymey-App und das Shopsystem zurückgesandt.

Beim Bezahlen an der Kasse lässt sich der App-Nutzer einen einmaligen Barcode erzeugen und auf dem Display des App-Nutzers anzeigen, um sich eindeutig zu identifizieren. Dieser kann nun vom Kassierer über einen Standard-Barcode-Scanner eingelesen werden. Das Kassensystem überträgt über die Paymey-Schnittstelle die Barcode-Daten an die Paymey-Server, wo diese verarbeitet, die Transaktion ausgelöst und eine Bestätigung an das Kassensystem zurückversandt wird. Für diese Art der Transaktion benötigt der Paymey-App-Nutzer keine stehende Internetverbindung. Lediglich das Kassensystem muss, wie bei EC-Transaktionen auch, mit dem Internet verbunden sein.

http://www.seedmatch.de/paymey

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