18.09.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierungsrunde Millionen-Finanzierung für Speichersystem von Quobyte

Target Partners investiert gemeinsam mit dem Hightech-Gründerfonds (HTGF) im Rahmen einer Series A-Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Eurobetrag in das Softwareunternehmen Quobyte Inc. mit Sitz in Boston (USA) und Entwicklung in Berlin.

Quobyte
Á

Felix Hupfeld und Björn Kolbeck gründeten Quobyte 2013.

Foto: Quobyte

Quobyte entwickelt und vertreibt die Quobyte Unified Storage Plane (USP), ein komplett in Software realisiertes Speichersystem, das auf handelsüblichen Linux-Servern läuft. „Der Ansatz von Quobyte ermöglicht es internen und öffentlichen IT Dienstleistern professionelle Cloud-Infrastrukturen einer Qualität aufzubauen, die bisher den großen Cloud-Anbietern wie Amazon und Google vorbehalten war“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das frische Kapital soll das internationale Wachstum des Start-ups und die Weiterentwicklung der Software unterstützen.

 „Die zu verarbeitenden Datenbestände in Rechenzentren und Unternehmen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Zeitgleich sollen die Kosten reduziert werden und sich die IT innerhalb von Minuten an geänderte Bedürfnisse anpassen. Dafür müssen Rechenzentren in Zukunft hoch standardisiert und automatisiert sein, intelligente Software übernimmt dabei die Funktionen von Storage-Hardware und kann, im Gegensatz zur Spezial-Hardware, bei Bedarf in Sekunden komplett umkonfiguriert werden. Das Software-defined Datacenter läutet einen Paradigmenwechsel im Storage-Markt ein“, sagt Waldemar Jantz, Partner bei Target Partners. „Die Quobyte-Software verwandelt einfache Server in ein einziges, skalierbares und zuverlässiges Speichersystem – und legt damit das Fundament für Rechenzentren der Zukunft“, so Romy Schnelle, Investment Director beim HTGF weiter.

Quobyte entkoppelt den Speicher von den Beschränkungen einzelner Hardware-Komponenten und maskiert deren Ausfälle. Durch die hohe Ausfalltoleranz können Hardware-Administratoren im laufenden Betrieb jederzeit Server, Festplatten oder ganze Racks entfernen, warten oder ersetzen, ohne dass die Nutzer dies mitbekommen. Bei der Hardware-Wartung muss keine Rücksicht auf das Speichersystem genommen werden. „Dadurch können auch kleine Teams eine große Anzahl von Servern managen. Der Rechenzentrumsbetreiber hat damit, trotz Wachstum, die Kosten im Griff”, so Felix Hupfeld, Mitgründer von Quobyte. Als  echtes software-defined Storage-System kann Quobyte über einfache Schnittstellen innerhalb von Sekunden Speicher zur Verfügung stellen, den Leistungswert (IOPS) provisionieren oder auch das Data-Placement ändern. „Damit erhalten unsere Kunden ein Speichersystem, mit dem die Inhouse-IT ebenso agil wird, wie Cloud-Dienste von Amazon oder Google. Mit einem Klick können die Anwender Speicher bekommen oder etwa auf schnelle SSDs verschieben”, ergänzt Björn Kolbeck, Mitgründer von Quobyte.

Felix Hupfeld und Björn Kolbeck gründeten Quobyte 2013, nachdem sie über sieben Jahre sowohl in der Forschung beim Zuse-Institut Berlin an dem open-source Speichersystem XtreemFS, als auch bei Google dezentrale verlässliche Speichersysteme entwickelt haben. Quobyte USP ist zur Zeit in der Closed Beta und wird im Q4 2014 verfügbar sein.

http://www.quobyte.com

Anzeige
Von sta | Präsentiert von VDI Logo
Zur StartseiteZur Startseite
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden