15.06.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierung Kapitalspritze für Fabrik- und Produktionsplaner

Mit der 3D-Simulations- und Planungssoftware IPO.Log lassen sich virtuell Produktionen planen und in Betrieb nehmen. Entwickelt hat die Software die IPO.Plan GmbH in Leonberg. Das auf Fabrik- und Produktionsplanung spezialisierte Unternehmen möchte sein virtuelles Planungstool weiterentwickeln und den Vertrieb ausbauen. Das Kapital dafür kommt vom VC Fonds Baden-Württemberg und der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg.

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IPO.Plan-Geschäftsführer Michael Wagner (li.) und Matthias Kellermann visualisieren Produktionsprozesse in 3D.

Foto: IPO.Plan

„Warum eigentlich immer wieder von vorne anfangen, wenn es Änderungen gibt?“, diese Frage beschäftigte den Planungsingenieur Werner Dürr schon als er noch bei einem großen Automobilhersteller Montagelinien per CAD plante. Deshalb programmierte er ein Zusatzmodul für die CAD-Software, das die Materialbereitstellung visualisierte. „Daraus ist die 3D-Simulations- und Planungssoftware IPO.Log entstanden“, sagt Matthias Kellermann.

Kellermann ist Geschäftsführer der IPO.Plan GmbH in Leonberg, die er 2009 zusammen mit Werner Dürr, Michael Wagner und Jens Läuger gründete. Die Idee der Gründungsgesellschafter: Die Visualisierungs-Software weiterentwickeln und an den Markt bringen. Parallel dazu plante das Ingenieurbüro klassisch Produktionen und bestritt so die ersten Entwicklungsschritte aus eigenen Mitteln. Heute zählt das Unternehmen 58 Mitarbeiter.

2010 war es schließlich soweit: IPO.Plan konnte erste Kunden für die fertige Software gewinnen. Heute zählen zur Kundschaft Firmen wir die Daimler AG, VW, BMW, Audi und Siemens.

IPO.Log visualisiert die Montagesituation beispielsweise im Automobilbau, bevor die Produktion tatsächlich eingerichtet ist. Sie zeigt, wo das Material für welche Produktvarianten stehen muss, damit die Montagemitarbeiter kurze Laufwege haben. „Materialbereitstellung und Produktionsprozess visualisieren und beides noch per Mausklick verbessern zu können, das ist weltweit einmalig“, sagt Geschäftsführer Kellermann stolz.

Neben Automobilherstellern sind Unternehmen, die über Prozesslinien verfügen, potenzielle Abnehmer der IPO.Log-Planungssoftware. „Die zunehmende Digitalisierung und Industrie 4.0 machen die digitale Planung von Produktionsprozessen für Maschinen- und Anlagenbauer sowie für andere Produktionsbetriebe attraktiv“, so Kellermann.

Für die beiden IPO.Plan-Geschäftsführer Michael Wagner und Matthias Kellermann war der Prozess, Investoren an Bord zu nehmen, „schon knackig, aber ein gutes Miteinander, und jetzt sind wir glücklich darüber“, sagt der 38-jährige Kellermann. Mit dem Geld will IPO.Plan intern Personal für den Vertrieb aufbauen und externe Entwicklerleistung einkaufen. „Bis Mitte 2016 wollen wir eine IPO.Log-Version vorstellen, die sämtliche Materialflüsse darstellt.“

http://www.ipoplan.de

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