27.04.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierung HTGF investiert in hochgenaue 3D-Vermessung

Hohe Messgenauigkeit bei gleichzeitig hoher Messrate? Diese beiden Merkmale sind oft gewünscht aber selten im selben Messgerät vereint. Während Industrieanwender aktuell zwischen schnellen aber ungenauen und genauen aber langsamen 3D-Sensoren wählen müssen, stellt EnShape einen 3D-Sensor vor, der vollflächige 3D-Vermessungen mit hoher Genauigkeit und hoher Messrate und damit die 100 prozentige-Qualitätskontrolle im Takt der Fertigung ermöglicht. Der Hightech-Gründerfonds (HTGF) und die Dr. Doll Holding finanzieren gemeinsam diese einzigartige Technologie.

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Die Enshape-Gründer: Martin Schaffer und Marcus Große

Foto: Enshape

Zahlreiche Produkte werden bereits heute in großer Stückzahl industriell produziert. Um den Ausschuss gering zu halten, werden Instrumente und Geräte zur Qualitätssicherung eingesetzt, die bestenfalls alle Teile einer Produktion kontrollieren. Sollen Merkmale, wie beispielsweise die Form oder Fehlerfreiheit von Oberflächen bei Guss-, Stanz- und Frästeilen überprüft werden, erkennt man schnell, dass es 3D-Scanner gibt, die infolge der langen Messzeit eine Qualitätssicherung auf Stichprobenbasis erlauben. Diese können aber nicht alle Teile in der Rate der Fertigung prüfen. Schnellere 3D-Sensoren hingegen erreichen oft nicht die geforderte Messgenauigkeit.

Die Gründer hinter EnShape haben eine Technologie entwickelt, die eine hohe Messgenauigkeit bei enorm reduzierter Messzeit (Faktor 100x) erreicht und haben die EnShape GmbH im April 2014 aus der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgegründet. Das Team hat eine Software entwickelt, die binnen wenigen Millisekunden die 3D-Daten berechnet, so dass neben der kurzen Messzeit auch eine kurze Auswertezeit erreicht wird. Martin Schaffer, einer der Gründer und Geschäftsführer der EnShape GmbH: „Nicht nur messtechnische Aufgaben, wie die Qualitätssicherung mit bis zu 30 3D-Messungen pro Sekunde können durch die neue Technologie gelöst werden, auch die Erkennung und Klassifizierung von Objekten anhand ihrer 3D-Form sind möglich. Ein solcher Bedarf besteht zunehmend in der Automatisierungstechnik mit Industrierobotern, welche durch unsere Sensorik dreidimensionales Sehvermögen erhalten.“

Die EnShape GmbH ist eine Ausgründung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und bietet schnelle und genaue 3D-Sensoren für industrielle Anwendungen an. Dafür erhielten die ehemaligen Forscher der Arbeitsgruppe 3D-Vermessung das Exist-Gründerstipendium des BMWi im Jahr 2014 und zahlreiche Gründerpreise.
http://www.enshape.de

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