15.09.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Crowdfunding Fahrradjäger machen Jagd auf Fahrraddiebe

Jedes Jahr werden in Deutschland über 300.000 Fahrräder gestohlen. Über 90% bleiben verschwunden. Die Opfer waren machtlos. So ging es auch Martin Jäger. Ihm wurden innerhalb von drei Jahren gleich fünf Drahtesel entwendet. Danach hatte er die Nase voll. „Ich möchte, dass jeder aktiv gegen Fahrraddiebstahl vorgehen kann! Und ich möchte, dass jedes gestohlene Fahrrad wiedergefunden wird!“ Um der Erfüllung dieser Wünsche näher zu kommen, hat er das Unternehmen Fahrradjäger gegründet.

Fahrradjäger
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Fahrradjäger bei der Arbeit: Firmengründer Martin Jäger und die Marketing-Verantwortliche Steffi Wulf wollen gestohlene Drahtesel finden und Fahrraddieben das Handwerk legen.

Foto: Fahrradjäger

Der Kernpunkt, so Jäger, ist die eindeutige Identifizierung von Fahrrädern. Doch wer hat schon Rahmennummern aller jemals gestohlener Fahrräder immer griffbereit? Fahrradjäger bringt die Vernetzung von Rad und Fahrer nun in die Hände der über 40 Mio. deutschen Smartphone Nutzer. NFC-Chips werden am Fahrrad angebracht, warnen potenzielle Diebe und werden bei Diebstahl aktiviert. Das Rad ist dann mit dem Smartphone jederzeit und an jedem Ort identifizierbar. Zusätzlich ist ein QR-Code aufgedruckt, damit auch Handys ohne NFC-Technik bei der Fahrradsuche behilflich sein können.

Im letzten Schritt möchte Fahrradjäger eine App entwickeln, die über die moderne NFC Nahfunk-Technologie kommunizieren kann.

Der NFC-Chip wird nach Unternehmensangaben mit einem 2-Komponenten-Kleber am Rahmen befestigt. Er sei nicht abnehmbar. Vor äußerlicher Gewalteinwirkung schütze ihn eine 3mm starke Kunststoffplatte. Zur Entfernung und Zerstörung des Chips bedürfe es enormer mechanischer Gewalt, die auch zu Schäden am Rahmen führen würde. „Zudem macht unsere NFC-Sicherung deutlich kenntlich, dass das Rad registriert ist und leitet so kriminelle Energie bereits im Vorfeld ab“, so die Marketing-Verantwortliche Steffi Wulf. Ein weiterer Clou des Systems sei, dass es keine eigene Energieversorgung brauche. „Die benötigte Energie bezieht es aus den Magnetwellen des Smartphones – durch Induktion.“ Ein Chip soll 15 Euro kosten.

Nun sucht Fahrradjäger Geldgeber. Auf der Crowdfundingplattform StartNext sollen 20.000 Euro eingesammelt werden. Unternehmensgründer Martin Jäger ist überzeugt: „Unser innovativer NFC-Diebstahlschutz wird ab Frühjahr 2015 für Fahrräder jeder Preisklasse eine lohnende Investition sein.“

http://www.fahrradjaeger.de/crowdfunding

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