01.05.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierungsrunde Evonik finanziert Algen-Start-up

Evonik stärkt sein Engagement im Bereich der nachhaltigen Tierfutter-Herstellung. Der Spezialchemiekonzern beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde für das auf Algenbiotechnologie spezialisierte US-Start-up Algal Scientific. Das meldet Transkript, das Nachrichtenmagazin für die Biotech-Branche.

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Evonik beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde für das auf Algenbiotechnologie spezialisierte US-Start-up Algal Scientific.

Foto: Jacobs University

Algal vermarktet ein Polysaccharid, 1,3-β-Glucan, das die Immunabwehr stärkt. Verwendet wird es als Zusatz im Tierfutter, als Nahrungsergänzungsmittel sowie in pharmazeutischen Formulierungen. Evonik ist Teil eines Konsortiums, das nun im Rahmen einer Serie-A-Finanzierungsrunde mehr als 2,1 Mio. Euro in das Start-up investiert hat. Neben dem Essener Spezialchemieunternehmen sind auch die Venture-Capital-Fonds Formation 8, Independence Equity und Envy Capital beteiligt. Hinzu kommen regionale Fonds und Entwicklungsgesellschaften, welche die Ansiedlung von Firmen in Michigan fördern, etwa die Michigan Economic Development Corporation, der Michigan Pre-Seed Capital Fund, der First Step Fund und private Investoren.

Bislang wurde β-Glucan aus Getreide extrahiert oder mithilfe von Hefen sowie Pilzen hergestellt. Algal hat nun eine Technik entwickelt, mit der β-Glucan erstmals in industriellem Maßstab aus Algen gewonnen werden kann. Eine entsprechende kommerzielle Produktionsanlage nimmt das Unternehmen derzeit in Northville, Michigan in Betrieb. Das neue Verfahren soll weniger Produktionsschritte benötigen als bisher übliche Produktionssysteme und zugleich eine wesentlich höhere Ausbeute ermöglichen, verspricht Algal.

„Algal leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Tierernährung“, sagt Bernhard Mohr, Leiter Venture Capital bei Evonik. Dies sei ein „interessanter Markt mit attraktiven Wachstumsmöglichkeiten“. Als Tierfutterzusatz sorgt β-Glucan für gesündere Tiere und effizientes Wachstum. β-Glucan ist für die Ernährung von Schweinen, Hühnern und Wiederkäuern ebenso geeignet wie für Aquakulturen. In diesem Bereich ist Evonik mit seinen Aminosäure-Produkten ohnehin bereits stark engagiert.

Das Engagement in der Biotechnologie soll künftig noch ausgebaut werden, bekräftigten die Konzernverantwortlichen erst Ende 2013. Bis 2020 wollen sie mit biotechnologisch hergestellten Produkten allein im Geschäftsbereich Health & Nutrition 1 Mrd. Euro umsetzen. Auch den Corporate-Venture-Ansatz will Evonik künftig weiter ausbauen. Bis zu 100 Mio. Euro sollen in den kommenden Jahren investiert werden. Seit Gründung von Evonik Venture Capital Anfang 2012 wurde vor allem in andere Venture Fonds, wie den HTGF, Emerald Technology Ventures oder Pangea Ventures investiert. Neben Algal Scienitific ist FRX Polymers die einzige direkte Firmenbeteiligung.

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