22.04.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierungsrunde Delivery Hero strebt nach Kapitalspritze an die Börse

Das Berliner Start-up Delivery Hero sammelt in einer F-Runde 85 Mio Dollar von einem US-Wagniskapitalgeber ein. Das Beteiligungskapital des Unternehmens, das in Deutschland die Liefer-Plattform Lieferheld betreibt, summiert sich mittlerweile auf insgesamt 285 Mio Dollar. Das meldet mobilbranche.de.

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Der Markt für Pizza-Services ist heiß umkämpft. Delivery Hero will mit seiner Plattform Lieferheld laut Medienberichten nun an die Börse.

Foto: Werkfoto

Erst zu Jahresbeginn investierte u.a. Insight Venture Partners mehr als 88 Mio Dollar in den Berliner Online-Bestelldienst. Der ist mittlerweile in 14 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit über 700 Mitarbeiter. Durch die saftige Kapitalspritze soll es gelingen, Marktführer in Deutschland zu werden. Zu diesem Zweck will die Online-Plattform eine millionenschwere Marketing-Offensive starten und seinen Dienst vor allem durch TV-Reklame bewerben. Auch drastische Preis-Rabatte um bis zu 25% sind laut mobilbranche geplant. Der Markt mit Online-Lieferplattformen ist hart umkämpft. So hat Takeaway erst kürzlich Lieferando für 50 Mio Euro übernommen. Der Betreiber der Liefer-Plattform lieferservice.de will durch den Zukauf sein Engagement auf dem deutschen Markt deutlich ausbauen und beide Plattformen miteinander verschmelzen. Eine Kapitalspritze in Höhe von 103 Mio. Euro von Macquarie Capital und Prime Ventures dürfte dabei hilfreich sein. Auch Delivery Hero sei als Übernahmekandidat gehandelt worden, habe sich letztlich aber bewusst für einen Investor entschieden, der eine „langfristige Vision für den Markt hat, und gleichzeitig die finanziellen Möglichkeiten mitbringt, bei Bedarf auch weiteres Kapital einzusetzen“, so Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg.

Die Marschrichtung ist klar auf den Börsengang ausgerichtet. Doch ähnliche Pläne haben auch die Wettbewerber. Neben Lieferheld, Lieferservice.de und Lieferando kämpft auch pizza.de um Marktanteile. Allein pizza.de erwirtschaftet in Deutschland Gewinne. Zu hoch sind die Investitionen in teure Online- und TV-Werbung. Doch die Umsatzpotenziale sind verlockend. In den USA ist das Liefer-Startup Grubhub erst kürzlich an die Börse gegangen. Ein Grund für das Erfolgspotenzial ist der wachsende Anteil mobiler Bestellungen. Einer Lieferheld-Studie zufolge sollen bereits ein Drittel aller Essensbestellungen über Smartphones erfolgen.

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