25.04.2013, 08:00 Uhr | 0 |

Gründungsfinanzierung 18.2 Mio. Euro für den Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs

Die VC-Gesellschaft Wellington Partners, München, hat eine Serie C Finanzierungsrunde bei Genticel (Toulouse, Frankreich) angeführt. Insgesamt flossen 18,2 Mio. Euro. Genticel entwickelt therapeutische HPV Impfstoffe.

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Foto: wiki

Wellington Partners stellte Finanzierungsmittel in Höhe von 4 Mio. Euro bereit, weitere 14,2 Mio. Euro kamen von den Altgesellschaftern (inkl. EdRIP, IDInvest, InnoBio, IRDI und Amundi). Die Mittel werden vorrangig für die Finanzierung des Phase II Programms des Genticel Leadprodukts ProCervix verwendet.

Genticel entwickelt therapeutische Impfstoffe zur Behandlung von Infektionen mit Hochrisiko-HPV-Viren, die bei chronischer Infektion zu Gebärmutterhalskrebs führen können, der zweithäufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr sterben nach Schätzungen weltweit 250.000 bis 300.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, typischerweise in relativ jungem Alter. Es wird angenommen, dass 80% aller Frauen irgendwann in ihrem Leben mit HPV Viren infiziert werden. Ca. 300 Mio. Frauen ab dem Alter von 25 Jahren gelten als infiziert, 50% davon mit einem Hochrisiko-HPV-Typ. Die häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen sind die Typen HPV 16 und 18, die für 70% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich gemacht werden.

Mit mehr als 140 Mio. Paptests und einer stark ansteigenden Zahl von HPV Tests im zweistelligen Millionenbereich, die in den entwickelten Ländern jährlich durchgeführt werden, ist der diagnostische Markt im Bereich der Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung bereits weit entwickelt. Im Jahr 2006 kamen die ersten prophylaktischen Impfstoffe gegen Infektionen mit den Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 auf den Markt. Bis heute gibt es jedoch keine wirksame Behandlungsmöglichkeit für die etablierte Infektion mit HPV-Viren.

ProCervix, Genticels Leadprodukt, ist ein einzigartiger, innovativer therapeutischer Impfstoff  für die Behandlung von Frauen, die mit den Hochrisiko-HPV-Viren 16 und 18 infiziert sind und noch keine hochgradigen zytologischen Abnormalitäten aufweisen. In der klinischen Phase Ib Studie an 47 Patientinnen traten keine dosislimitierenden Unverträglichkeiten oder Dropouts auf. ProCervix führte zu einer dosisabhängigen spezifischen zellulären Immunantwort und zu einer substantiell höheren Abheilungsrate der Infektion bei behandelten Patientinnen gegenüber Plazebo.

http://www.genticel.com

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Von Stefan Asche
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