05.11.2015, 10:13 Uhr | 0 |

Gi FlyBike Dieses Pedelec lässt sich in nur einer Sekunde zusammenfalten

Es kann ziemlich flott fahren, ist mit 17 kg sehr leicht, lässt sich per Smartphone abschließen und sieht auch noch gut aus. Doch sein größtes Talent zeigt das Gi FlyBike im Stehen. Es lässt sich in nur einer Sekunde zusammenfalten. Auf Kickstarter war das Gi FlyBike ein Hit. Und deshalb wird es jetzt gebaut.

Gi FlyBike vor der Skyline von Barcelona
Á

Das faltbare Pedelec Gi FlyBike vor der Kulisse von Barcelona: Das Kickstarter-Projekt hat genug Kapital eingesammelt, das Fahrrad wird im nächsten Jahr gebaut.

Foto: Gi FlyBike

Schon der Werbespruch ist ultracool: „So schnell, wie eine Katze klatschen kann“ heißt das  Werbevideo auf der Webpräsenz von Gi FlyBike. Darin sieht man eine auf den Hinterpfoten stehende Katze klatschen. Das Anschlussbild zeigt, wie ein Fahrrad zusammengeklappt wird. Und tatsächlich ist das smarte Pedelec in nur einer Sekunde zusammengefaltet. Eben so schnell, wie eine Katze klatschen kann.

Tretunterstützung bis 25 km/h

Das Gi FlyBike ist ein vollwertiges 26-Zoll E-Bike, und wie bei Pedelecs üblich reicht die Tretunterstützung des Elektromotors bis 25 km/h. Hergestellt ist das Fahrrad aus Flugzeugaluminium und wiegt nur 17 kg. Zum Vergleich: Herkömmliche Pedelecs wiegen im Schnitt 25 kg. Als Leichtgewicht lässt sich das elektrische Faltrad also auch gut im Zug handhaben.

Die Idee zu diesem Rad kam den drei Argentiniern Luca Toledo, Augustin Augustinoy und Eric Sevilla, nachdem ein landesweiter Streik den gesamten öffentlichen Verkehr lahmgelegt hatte. „Traditionelles Raddesign in allen Aspekten zu hinterfragen, um urbane Mobilitätsbedürfnisse voll zu befriedigen“, nennt das Erfinder-Trio ihr Ziel. Das Gi FlyBike besticht durch einen flüsterleisen, sauberen Zahnriemenantrieb mit einem Akku, der mit einer Reichweite von bis zu 60 km noch ausbaufähig ist. Ausgestattet ist das Pedelec mit einem bürstenlosen 250-Watt-Motor von Bafang.

Voll vernetztes Rad

Das Gi FlyBike ist voll vernetzt. Schaltzentrale ist die eigens entwickelte FlyBike-App. Über die Lenkerhaltung lässt sich das Gi FlyBike mit dem Smartphone synchronisieren, das so zum Navigationssystem wird. Auf Wunsch bietet diese iOS- oder Android-App den effizientesten oder auch familienfreundlichsten Fahrweg.

Selbstverständlich kann der Akku die Ladung des Smartphones auffrischen, wenn dieses einmal unterwegs schwächelt. Die App ist auch für die Licht-Steuerung der hocheffizienten LEDs zuständig.

Rad schließt sich selbst ab

Die argentinischen Jungunternehmer haben bei der Konzeption ihres Pedelecs an alles gedacht. So ist das Gi FlyBike mit einem Smart-Locking-System ausgestattet, welches das E-Bike automatisch verschließt, sobald sich der Fahrer mehr als fünf Meter entfernt. Besonders pfiffig: Der Besitzer des Pedelecs kann seinen Freunden oder Familienmitgliedern einen individuellen Unlock-Code zur Verfügung stellen, damit diese ebenfalls Zugriff auf das E-Bike haben.

Mit der Idee des Gi FlyBikes haben die drei Erfinder ins Schwarze getroffen. In nur fünf Stunden hatten sie auf ihrer Kampagne auf Kickstarter das Zielkapital von 75.000 $ erreicht. Am gestrigen Mittwoch, als die Kampagne zu Ende ging, waren 427.000 $ eingesammelt – genug, um das Faltrad zu bauen.

Inzwischen haben die Entwickler die chinesische Yadea Technology Group als Partner gefunden, die für die Produktion des smarten E-Bikes verantwortlich sein wird. Das chinesische Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Produzenten und Vertreibern von E-Bikes und E-Scootern. „Yadea entspricht absolut unseren Ansprüchen an Qualität und technologischem Know-how und hat sich immer wieder als federführend im Bereich E-Mobility erwiesen“, sagt Lucas Toledo.

Gi FlyBike kostet rund 2300  $

Das smarte Falt-Pedelec kostet rund 2300 $, zuzüglich Transport und Mehrwertsteuer. Ausgeliefert wird das Gi FlyBike voraussichtlich im Juni 2016.

Allerdings ist das Gi FlyBike nicht das einzige Faltrad mit Elektroantrieb. Ein EU-Projekt hat ein Faltrad entwickelt, das noch leichter und noch kleiner ist – und der Elektromotor lässt sich nachrüsten. Auf Falträder setzt neuerdings auch Smart: Damit die Nutzer des Carsharing-Projektes Car2go schneller zu ihren Zielen kommen, gibt es jetzt eigens Falträder, die in den Mini-Kofferraum des Smart passen. 

Anzeige
Von Detlef Stoller
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden