21.11.2013, 12:00 Uhr | 0 |

München fos4X gewinnt Presidential Entrepreneurship Award der TUM

Beim ersten Entrepreneurship Day der Technischen Universität München (TUM) hat Präsident Wolfgang A. Herrmann die TUM-Ausgründung fos4X mit dem Presidential Entrepreneurship Award ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Start-up fos4X produziert faseroptische Messsysteme, die beispielsweise bei Windkraftanlagen eingesetzt werden.

Rotorblatt
Á

Auf die Rotorblätter von Windkraftanlagen wirken hohe Kräfte. Das Jungunternehmen fos4x hat hat Messysteme entwickelt, mit denen die Belastung genau erfasst werden können. Das hilft dabei, Betriebs- und Wartungskosten, Lebensdauer, Investitionskosten und den Ertrag von Windenergieanlagen zu optimieren.

Foto: Siemens

Am Entrepreneurship Day konnten sich Studierende, Wissenschaftler und Alumni über erfolgreiche Ausgründungen und die Fördermöglichkeiten der TUM informieren. Beim heute vorgestellten Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft erreicht die TUM Rang zwei unter den großen Hochschulen.

Für den Presidential Entrepreneurship Award waren Teams gesucht, die bereits eine erste Finanzierung durch private Investoren erreicht haben und deren Geschäftsmodell ein hohes Wachstumspotential erwarten lässt. Als Sieger kürte die Jury das Unternehmen fos4X, das aus dem Lehrstuhl für Messsystem- und Sensortechnik ausgegründet wurde.

Die Jury ist überzeugt, dass die Energiewende eine der größten Herausforderungen unserer Generation ist – die Messsysteme von fos4X leisten einen Beitrag, dass diese Herkulesaufgabe gelingen kann. Mit ihnen kann die Belastung an Rotorblättern von Windkraftanlagen erfasst werden. Das hilft dabei, Betriebs- und Wartungskosten, Lebensdauer, Investitionskosten und den Ertrag von Windenergieanlagen zu optimieren. Darüber hinaus bietet fos4X weitere faseroptische Messtechnik an, wie etwa Sensoren für Faserverbundwerkstoffe.

Nominiert waren außerdem der Medizintechnik-Hersteller SurgicEye und das Unternehmen ZS-Handling, das Systeme für die berührungslose Handhabung empfindlicher Bauteile produziert.

Als unternehmerische Universität fördert die TUM gemeinsam mit der UnternehmerTUM GmbH systematisch Ausgründungen. Das Projekt TUMentrepreneurship motiviert Wissenschaftler und Studierende für das Unternehmertum und unterstützt sie, ihre Ideen unternehmerisch umzusetzen und erfolgreich auf den Markt zu bringen.

Ein Baustein des Konzepts ist der Entrepreneurship Day unter dem Motto „Forschen. Verwirklichen. Gründen!“. Auf der Start-up-Messe berichteten 20 TUM-Ausgründungen von ihren Erfahrungen. In Workshops konnten die Besucher mehr über Patente, Teamzusammenstellung oder Angel Investing erfahren. Und wer bereits einen Businessplan dabei hatte, konnte diesen überprüfen lassen.

Mit TUMentrepreneurship, das vom EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, etabliert die TU München zudem ein Gründungsnetzwerk und fördert universitätsweit die Gründungskultur. Forschung und Lehre hat sie mit dem Aufbau des Entrepreneurship Research Instituts stark ausgebaut.

Dafür bekommt die TUM sehr gute Noten vom Gründungsradar des Stifterverbandes: Unter den Hochschulen mit mehr als 15.000 Studierenden erreicht sie Rang zwei. Aus der TUM sind seit 1990 rund 420 Unternehmen mit derzeit rund 11.000 Beschäftigten hervorgegangen.

http://www.tum.de/wirtschaft/entrepreneurship/

Anzeige
Von sta | Präsentiert von VDI Logo
Zur StartseiteZur Startseite
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden