02.02.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Wettbewerb Top-Ideen aus der TU Darmstadt

Der „TU Ideenwettbewerb“ der Technischen Universität Darmstadt hat auch im achten Jahr seines Bestehens das immense Potenzial an Gründungsideen in der Universität offengelegt: Die diesmal prämierten Ideen könnten Herstellungsverfahren in der Industrie revolutionieren und minimal-invasive Operationen dank modernster Medizintechnik erheblich sicherer machen.

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So sehen Sieger aus: Prof. Markus Biesalski und Michael Jocher haben ein neues Verfahren zur Herstellung von Papier mit nassfesten Eigenschaften entwickelt.

Foto: TUD/Claus Völker

Den ersten Preis erhielten Markus Biesalski und Michael Jocher für die Entwicklung eines besonderen Verfahrens bei der Herstellung von Papier mit nassfesten Eigenschaften. Derartige Papiere kommen als Hygienepapiere, Verpackungen oder Sicherheitspapiere zum Einsatz; ihre Herstellung ist sehr energieaufwendig. Das Team um Professor Biesalski hat zum Erreichen der Nassfestigkeit eine alternative Methode entwickelt, die den Energieverbrauch um rund 80% senkt. So werden Ressourcen im Sinne einer nachhaltigeren Papierproduktion geschont – und der Hersteller reduziert Kosten erheblich.

Der zweite Preis ging an die Idee eines interdisziplinären Teams, bestehend aus Matias Acosta, Sasan Hassanzadeh, Lukas Porz und Rogério Salloum. Das Team nutzte die Synergien aus Materialwissenschaften, Maschinenbau und Robotik, um ein minimal-invasives Multifunktionswerkzeug für medizinische Anwendungen zu erfinden. Das durch einen Roboter-Tragarm gesteuerte Werkzeug bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ist aus einer neuartigen bleifreien Piezokeramik gefertigt. Damit unterscheidet es sich von den gängigen toxischen Piezokeramiken.

Martin Klimach und Jacob Katz gewannen mit ihrer Idee „Carbon-Drive“ den 3. Preis. Das Team entwickelte das Herzstück der Werkzeugmaschine weiter: eine Hochleistungs-Spindelwelle, die technologische Grenzen durchbricht. Die aus Kohlenstofffaser-Kunststoff-Verbund gefertigte Spindelwelle ist leichter als herkömmlich eingesetzte und arbeitet so präziser und schneller. Bei der Herstellung von Massengütern bedeutet das eine hohe Präzision bei kleineren Taktzeiten. Zusätzlich wird der Energiebedarf bei allen Beschleunigungsvorgängen auf die Hälfte reduziert.

Mit dem Ideenwettbewerb ermutigt die TU Darmstadt ihre Mitglieder dazu, eigene innovative Ideen bis zur Marktreife weiterzuentwickeln und gegebenenfalls in einem Start-up münden zu lassen.

http://www.highest.tu-darmstadt.de

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