08.05.2013, 11:15 Uhr | 0 |

Businessplan-Wettbewerb „Startbahn Med.NRW“ auf Zielgeraden gestoppt

Das Kind hatte schon einen Namen: „Startbahn Med.NRW“. Das Projekt hätte der Nachfolger des über Jahre etablierten Businessplan Wettbewerbs Medizinwirtschaft werden sollen. Nun wurde es überraschend gestoppt.

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Foto: Merck

Die Startbahn MedEcon Ruhr GmbH hatte mit dem Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft, dem Benchmark Award und dem Venture.Med NRW Investorenforum eine neuartige Infrastruktur zur Förderung junger innovativer Unternehmen der Medizin- und Gesundheitswirtschaft aufgebaut. Mit dem Auslaufen der Förderung des Projektes durch das Land NRW und die EU im Sommer 2012 galt es, die entwickelte Infrastruktur nicht brachliegen zu lassen und die über Jahre aufgebauten Netzwerke und Kompetenzprofile weiterhin effektiv zu nutzen. Gespräche über ein Nachfolgeprojekt waren weit gediehen. Neuer Kooperationspartner hätte das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) sein sollen. Selbiges hat aber jetzt abgewunken.

Roland Kirchhof, Geschäftsführer der Startbahn MedEcon Ruhr GmbH, ist spürbar enttäuscht: „Anderthalb Jahre Arbeit waren umsonst! Wir hatten – basierend auf den Erfahrungen der Vorgängerprojekte und in enger Abstimmung mit dem LZG.NRW – ein erweitertes integrales Konzept einer NRW-weiten Gründerunterstützung für den Bereich Medizinwirtschaft (Startbahn Med.NRW) entwickelt und mit Partnern diskutiert. Ende 2012 war das Konzept auf der Zielgeraden, im Dezember 2012 wurde es auf einer vom LZG.NRW initiierten Veranstaltung präsentiert, das Frühjahr 2013 war als Startpunkt anvisiert. Team, Experten und Netzwerker standen in den Startlöchern.“

Gegen alle Erwartungen sei das Projekt dann in der „letzten Minute“ gescheitert. „Von Seiten des LZG.NRW wurde uns mitgeteilt, dass die IHK Bochum dem Projekt ihre Kooperation verweigern werde“, so Kirchhof. „Aus diesem Grunde wolle das LZG.NRW das Projekt Startbahn Med.NRW nicht mehr weiter verfolgen. Damit war – quasi über Nacht, für uns völlig überraschend und ohne jedes Angebot zu einem klärenden Dialog oder Diskurs – das Aus des Projektes seitens des LZG.NRW besiegelt, ohne dass uns die näheren Gründe für die Verweigerungshaltung der IHK Bochum bekannt gemacht worden wären.“

Das LZG schreibt dazu in einer ersten Stellungnahme: „Das im Rahmen des NRW Ziel 2-Programms 2007 bis 2013 (EFRE) geförderte Projekt „Durchführung der Gründerwettbewerbe Med.NRW“ mit einer Zuwendungssumme von knapp 2 Mio. Euro und einer Laufzeit bis zum 30.06.2012 ist ausgelaufen. Eine weitere Förderung des Projekts in der bisherigen Form war von Seiten des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG.NRW) zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt.“

Ferner heißt es: „Das LZG.NRW war und ist daran interessiert, das Gründungsgeschehen in der Gesundheitswirtschaft weiter zu unterstützen, allerdings nur, wenn dies in enger Kooperation und Arbeitsteilung mit den bestehenden Strukturen und Akteuren der Gründungsförderung und den Gesundheitswirtschaftsregionen in NRW geschieht. Das ist nach Einschätzung des LZG.NRW für die derzeitigen Überlegungen der Startbahn MedEcon Ruhr GmbH nicht in ausreichender Weise gewährleistet. Unabhängig davon hat das LZG.NRW zu keinem Zeitpunkt Förderzusagen getätigt.“

http://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Gruenderlounge

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Von Stefan Asche
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