26.09.2015, 07:55 Uhr | 0 |

Ratgeber 7 Tipps für Ingenieure: So schaffen Sie ein besseres Betriebsklima

Ein schlechtes Betriebsklima macht Mitarbeiter weniger produktiv und auf Dauer sogar krank – darunter leidet über kurz oder lang das gesamte Unternehmen. Mit diesen 7 Tipps sorgen Sie für ein gutes Betriebsklima.

Betriebsklima
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Wer für ein gutes Betriebsklima sorgt, trägt aktiv zum Erfolg des Unternehmens bei.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

1. Freiheiten

Dieser Punkt steht völlig zu Recht an erster Stelle. Unternehmen, in denen alles reglementiert ist, nehmen Mitarbeitern die Luft zum Atmen. Natürlich muss es Regeln geben, aber bitte nur für wirklich wichtige Dinge, die ohne feste Vereinbarungen nicht funktionieren würden. Müssen wirklich alle Mitarbeiter um 8 Uhr da sein? Oder reicht es, wenn man sich auf eine Kernzeit einigt, zu der alle anwesend sind? Ein Mitarbeiter muss heute eine Stunde früher los und bietet an, diese morgen nachzuarbeiten? Lassen Sie ihn! Ein anderer bittet um einen Home-Office-Tag? Gewähren Sie diesen! Sie haben Angst, in solchen Fällen von schwarzen Schafen ausgenutzt zu werden? Vor diesen ist natürlich niemand gefeit, doch erstens können Sie diese danach ins Gebet nehmen und zweitens werden Sie staunen, mit wie viel Motivation es Ihnen die ehrlichen Mitarbeiter danken.

Neben einer möglichst flexiblen Arbeitszeitregelung sollten Mitarbeiter zudem die Möglichkeit haben, sich den Arbeitsplatz persönlich einzurichten. Sie verbringen dort meist mindestens achteinhalb Stunden am Tag. Sie sollten alles dafür tun, dass sie sich dort wohlfühlen.

2. Kommunikation

Sprechen Sie mit den Mitarbeitern. Und dies im Idealfall regelmäßig. Beraumen Sie für Teams oder auch Einzelpersonen Jour Fixes ein, in denen Dinge besprochen werden können, für die sonst keine Zeit bleibt. Hören Sie in diesen Terminen aufmerksam zu und nehmen Sie die vorgetragenen Punkte ernst. Ihre Mitarbeiter fühlen sich so wahrgenommen und wertgeschätzt.

3. Rückmeldung

Sorgen Sie für ebenso regelmäßige Rückmeldungen. Dies ist im Idealfall ein Lob. Kritische Anmerkungen zu geleisteter Arbeit sind jedoch genauso wichtig. Zum einen, damit der Mitarbeiter seine Arbeit realistisch einschätzen kann, und zum anderen, damit mangelhafte Leistungen nicht zur Gewohnheit werden. Es gibt immer die Charaktere, die nach größtmöglichem Lob streben, aber auch die, die es sich so bequem wie möglich machen, solang sie dafür nicht belangt werden. Im Sinne der Gerechtigkeit (auf die früher oder später die fleißigen Mitarbeiter pochen werden) müssen Sie Lob und Tadel ausnahmslos immer verteilen.

4. Respekt

Hat eine Einzelperson oder auch ein ganzes Team eine besonders gute Leistung erbracht, bedanken Sie sich dafür. Natürlich ist es deren Job, genau dies zu tun, verpflichtet fühlen sie sich dazu jedoch noch lange nicht. Ein kurzer Dank in größerer Runde ist ein Zeichen von Respekt, das sich spätestens bei der nächsten größeren Aufgabe auszahlt, wenn die sich wertgeschätzt fühlenden Mitarbeiter aufs Neue ihr Bestes geben.

Ein weiteres Zeichen von Respekt ist dieses: Bieten Sie so oft es geht die Möglichkeit, mitzuentscheiden. Dies nimmt den Mitarbeitern das Gefühl der Machtlosigkeit, das besonders schnell für Demotivation sorgt.

5. Information

Hüten Sie sich davor, Informationen zu lange vor Ihrem Team zu verbergen. Völlig gleich, ob Sie in einem großen oder einem kleineren Unternehmen arbeiten: Der Flurfunk funktioniert immer. Wenn Sie also nicht das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter verspielen wollen, weil diese wesentliche Informationen nicht von Ihnen, sondern von Kollege A bekommen, der diese vom Kollegen B hat, weil der den Kollegen C kennt, spielen Sie wann immer es möglich ist, gleich mit offenen Karten. Nutzen Sie auch im Jour Fixe die Gelegenheit, um sich nach neuen Gerüchten zu erkundigen, die Sie bestätigen oder entkräften könnten.

6. Raumsituation

Wann immer es geht: Sorgen Sie dafür, dass sich die Mitarbeiter an Ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Neben der Erlaubnis zur persönlichen Gestaltung des Arbeitsplatzes (s. Punkt 1) sollten Sie alles dafür tun, um den Mitarbeitern Büros oder Werkplätze zu bieten, die sie jeden Tag aufs Neue gern aufsuchen. Eine Tür klemmt oder durch das Fenster zieht es kalt herein? Lassen Sie dies sofort beheben. Die Kollegin, die viel und laut telefoniert, sitzt mit einer zusammen, die besonders lärmempfindlich ist und sehr konzentriert und genau arbeiten muss? Trennen Sie die zwei. Die räumliche Situation ist jedoch nicht in allen Belangen beeinflussbar. Sitzen die Kollegen im Großraumbüro, lassen sich dort nicht immer Wände einziehen. Versuchen Sie dann wenigstens, alles dafür zu tun, dass der Lärmpegel möglichst niedrig bleibt und durch die Anordnung von Schränken, Tischen und ggf. Pflanzen halbwegs geschützte Bereiche entstehen. Kaum jemand sitzt z. B. gern mit dem Rücken zum Raum. Bedenken Sie dies bei der Planung.

7. Gemeinsame Aktivitäten

Haben Sie einen guten und fairen Kontakt zu Ihren Mitarbeitern, spricht nichts gegen gemeinsame Aktivitäten. Das kann das von Ihnen organisierte Geburtstagsfrühstück für einen Kollegen genauso sein wie eine regelmäßige Verabredung zum Sport. Kollegen, die sich auch privat treffen, arbeiten meist auch im Büro besser zusammen, sind fairer und eher bereit, sich für den anderen und dessen Projekte zu engagieren. Und davon profitiert letztlich das ganze Unternehmen.

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Von Klara Papp
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