06.02.2017, 10:00 Uhr | 0 |

Aufstiegschancen Diese Angewohnheiten können Sie die Karriere kosten

Ganz gleich, wie sehr Sie sich engagieren, ob Sie früher ins Büro kommen und länger bleiben – wenn Sie diese Dinge tun, wird es mit der Karriere niemals klappen.

Karrierekiller am Arbeitsplatz
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Sie sind zu reserviert, zu mitteilsam, Sie erledigen private Angelegenheiten am Arbeitsplatz - das alles kann für Sie irgendwann zu Karrierekiller werden.

Foto: dpa-tmn

„Wer gute Arbeit leistet, wird auch dafür belohnt“, ist die Hoffnung zahlloser Arbeitnehmer. Zwar ist an dieser Aussage etwas Wahres dran, doch die Arbeitsleistung allein ist es bei Weitem nicht, die über beruflichen Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Es hängt zu einem wesentlichen Teil auch vom Verhalten des einzelnen Arbeitnehmers ab, wo er in fünf oder auch zehn Jahren beruflich steht. Wollen Sie auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern, sollten Sie diese Dinge unbedingt lassen.

1. Sie zeigen offen Unzufriedenheit

Arbeitnehmer, die permanent meckern, sind nicht nur für ihre Kollegen eine echte Belastung – sie legen sich auch reichlich Steine in den eigenen Karriereweg.
Funktionieren bestimmte Prozesse im Unternehmen nicht oder nur sehr schlecht, ist dies natürlich ein Grund zur Unzufriedenheit. Das Schlimmste, was Sie jedoch machen können, ist, sich über die Missstände nur aufzuregen, jedoch nichts an ihnen zu ändern. Sie vergiften so die Stimmung im Team und rücken sich bei Ihrem Vorgesetzten in ein extrem schlechtes Licht.

Sehen Sie stattdessen nicht nur das Problem, sondern analysieren Sie es und finden Sie eine mögliche Lösung. Wenn Sie diese Ihrer Führungskraft vortragen, haben Sie sofort gepunktet und einen wichtigen Schritt in Richtung Karriere gemacht.

2. Sie sprechen schlecht über Ihre Kollegen

Vor allem Menschen, die mit ihrer eigenen Leistung nicht vollständig überzeugen können, neigen dazu, ihre Kollegen schlecht zu machen. Oft steht dahinter die Idee, so selbst in einem besseren Licht zu erscheinen. Doch dies ist ein fataler Irrtum.

Bekommt der Vorgesetzte von dem Verhalten Wind oder äußern Sie die negativen Bemerkungen über Ihre Kollegen gar ihm gegenüber, wird er Sie nicht nur als unkollegial und ggf. nicht teamfähig einstufen. Er muss zudem annehmen, dass Sie auch über ihn so abfällig sprechen. Dass er Sie bei der nächsten Karriereentscheidung dann als letztes auf dem Zettel hat, ist da nur verständlich.

Lesen Sie hier: 7 Tipps für ein besseres Betriebsklima

3. Sie vergeuden Zeit

Jeden Tag mindestens acht Stunden am Arbeitsplatz zu sein, erscheint sehr lang. Da liegt es nur nahe, dass manche Menschen versuchen, diese Zeit durch den einen oder anderen kurzen Zeitvertreib hier und da unterhaltsamer zu gestalten: mit einem privaten Telefonat, dem Besuch von Facebook oder dem Kaffeetreff mit Kollegen in der Büroküche. Dies alles mag angenehm erscheinen, jedoch sind auch diese Zeitvertreibe echte Karrierekiller.

Achten Sie daher darauf, möglichst konzentriert vorzugehen. Sprechen Sie mit den Kollegen in der Mittagspause, stellen Sie Benachrichtigungen am Rechner oder Handy ab und lassen Sie Facebook geschlossen. Sie werden staunen, wie schnell Sie plötzlich vorankommen. Die gewonnene Zeit – und das kann pro Tag fast eine Stunde sein – können Sie in weitere Aufgaben investieren, mal Ordnung im Regal oder auf dem Schreibtisch machen oder Ideen für ein neues Projekt sammeln. Dass Sie plötzlich deutlich mehr schaffen und vermehrt mit Vorschlägen auf ihn zukommen, wird auch Ihrem Vorgesetzten nicht entgehen.

4. Sie sind zu reserviert

Sofern sich unter Ihren Kollegen nicht auch gute Freunde befinden, sollten Sie sich hinsichtlich Ihres Privatlebens eher bedeckt halten. Zu verschlossen sollten Sie jedoch auch nicht sein. Schließlich wollen Sie nicht als eigenbrötlerischer Sonderling gelten. Denn dies fällt Ihnen spätestens dann auf die Füße, wenn die nächste Arbeit im Team ansteht und Sie nicht recht eingebunden werden können, weil Sie niemand richtig einschätzen kann. Geben Sie daher genug preis, damit die Kollegen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Sie schaffen so Sympathien, die Ihnen gerade beim Teamwork zugutekommen und ggf. für neue Kontakte sorgen. Und wer in der Gruppe mit guter Zusammenarbeit glänzen kann, hat schon den nächsten Punkt im Karrierekärtchen gesammelt.

5. Sie sind zu mitteilsam

Auch der umgekehrte Fall von Punkt 4 kann Ihnen schaden: Sind Sie zu mitteilsam – vor allem, was private Belange angeht – tun Sie sich und Ihren Karriereabsichten wiederum keinen Gefallen. Fragen Sie sich deshalb, welche Informationen eines Kollegen Sie als „zu viel“ betrachten würden. Dort empfiehlt es sich, auch die Grenze für die eigene Offenheit ziehen.

Natürlich sollten Sie den anderen Menschen an Ihrem Arbeitsplatz grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Bedenken Sie jedoch, dass es fast immer auch Personen gibt, die keine Skrupel haben, Ihre persönlichen Informationen gegen Sie zu verwenden. Daher gilt: Kurze Unterhaltungen und begrenzt preisgegebene Informationen können die Karriere ankurbeln, da genau diese Small-Talk-Situationen oft zu Themen führen, die für beide Seiten einmal nützlich sein können. Ausschweifende Erzählungen aus dem Privatleben sollten hingegen tabu sein.

6. Sie nehmen keine Hilfe an

Es ist ein Trugschluss, dass man nur dann einen guten Eindruck erweckt, wenn abgeschlossene Projekte im Alleingang bewältigt wurden. Tatsächlich ist sogar meist das Gegenteil der Fall. Denn in annähernd jedem Team ergänzen sich die Kompetenzen mehrerer Personen ideal und führen so besonders schnell zu einem guten Ergebnis. Wenn jemand darauf beharrt, alles allein zu schaffen, obwohl es im Team schneller und vielleicht sogar besser ginge, ist dies eine klare rote Karte für die Karriere.

7 Tipps, wie Teamwork wirklich funktioniert, lesen Sie hier.

7. Sie übertrumpfen Ihren Vorgesetzten

Natürlich wollen alle Chefs die besten Mitarbeiter. Schließlich ist das von ihnen erzielte Ergebnis das, was den Umsatz bringt, bzw. was sie wiederum ihrem Vorgesetzten als Resultat präsentieren können.

Unterlassen Sie es jedoch tunlichst, Ihren Chef mit Ihren Leistungen zu überstrahlen. Denn ist dieser selbst nicht emotional gefestigt oder auch kompetent genug, wird er Sie im Nu als Bedrohung ansehen. Dass er gerade Sie dann mit aller Macht kleinhält, ist leider vielerorts die logische Folge.

Haben Sie einen solchen unsicheren oder eher inkompetenten Vorgesetzten, versuchen Sie deshalb besser, Ihre Leistungen so zu verkaufen, dass Sie ihn und seine Position nicht gefährden. Vielleicht gelingt es Ihnen sogar, dass Ihr Erfolg ihn selbst deutlich besser erscheinen lässt. Dann wird er Sie als echten Gewinn betrachten und ein großes Interesse dafür entwickeln, dass Sie bleiben und beruflich vorankommen.

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Von Klara Papp
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