25.03.2015, 10:18 Uhr | 0 |

Ingenieure und Techniker gesucht Bosch plant 12.000 Neueinstellungen weltweit

Der Technikkonzern Bosch will weltweit 12.000 neue Mitarbeiter aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik einstellen. Noch im laufenden Jahr. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltend steigende Auftragslage durch immer mehr Internet-Anwendungen im Haushalt und im Auto. Für Deutschland bedeutet dies: 1200 neue Arbeitsplätze. 

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Bosch will noch im laufenden Jahr weltweit 12.000 neue Mitarbeiter mit Hochschulabschluss einstellen, 1200 davon in Deutschland. 

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Davon träumen viele Unternehmen: Neueinstellungen anstatt Entlassungen. Bosch will noch im laufenden Jahr weltweit 12.000 neue Mitarbeiter mit Hochschulabschluss einstellen. Hauptsächlich aus Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik. Auszubildende und Facharbeiter sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Diese Informationen gab das Unternehmen am Dienstag heraus.

Bosch-Personalchef Christoph Kübel hatte noch Ende Januar eine stabile Personalentwicklung für Deutschland vorausgesagt. Noch nicht einmal drei Monate später wurde diese Vorhersage jetzt revidiert – die positive Entwicklung des vergangenen Jahres setzt sich fort. Erst 2014 hatte der Konzern  9000 Mitarbeiter weltweit und davon 2000 in Deutschland eingestellt.

1200 Neueinstellungen in Deutschland

Diesmal entfallen mit 1200 Einstellungen hierzulande nur zehn Prozent der Neurekrutierungen aufs Heimatland des Unternehmens. Den größten Personalbedarf hat Bosch in Indien mit 3200 Stellen und in China mit 2600 Stellen. An diesen Standorten wird auch für die lokalen Märkte produziert, die weitaus stärker wachsen als die in Europa. Zudem haben diese Standorte den Vorteil, dass die Software-Entwickler dort Produkte programmieren, die weltweit vertrieben werden – jedoch zu deutlich niedrigeren Löhnen als in Deutschland.

2014 hatte die weltweite Boschgruppe 290.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von etwa 49 Milliarden Euro erzielten. Davon haben 105.000 Mitarbeiter in Deutschland für das Unternehmen gearbeitet. Nun wird die Beschäftigtenzahl weltweit auf 360.000 ansteigen. Hauptgrund ist die komplette Übernahme der vorherigen Gemeinschaftsunternehmen Bosch-Siemens-Hausgeräte und ZF Lenksysteme.

Vernetzung von Mensch und Maschine

Bosch kann sich über eine ansteigende Auftragslage freuen: Internet-Anwendungen im Haushalt und im Auto steigen rasant an. Und die Digitalisierung von Industrie- und Haushaltsmaschinen lässt die Zahl der benötigten Softwareentwickler und Programmierer immer weiter wachsen. Besonders deutlich zeigt sich der Trend zur Vernetzung von Mensch und Maschine am Beispiel der selbstfahrenden Autos. In diesen Bereichen werden zunehmend Ingenieure und Softwareentwickler benötigt. In Deutschland kann sich Bosch über mehr als 250.000 Bewerbungen jährlich freuen und hat damit eine riesige Auswahl an Beschäftigten.

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Von Petra Funk
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